Erstellt am 12. Juli 2016, 14:38

von Karin Katona

Aida: Kritik.

Reinsberg. Vater-Tochter-Szene: Johannes von Duisburg als Amonasro und Morenike Fadayomi als Aida.    |  Foto: OpernAir / Sandu Cucui

Monumentale Szenen, Triumphmarsch, große Chöre – das macht Giuseppe Verdis „Aida“ aus. Wie kann eine so gewaltige Oper in einem kleinen Rahmen wie der Burgarena Reinsberg funktionieren? Regisseur Karel Drgac macht es möglich: Mit auf das Nötigste reduziertem Ensemble und Orchester wird die ewiggültige Saga von Liebe, Leidenschaft, Macht und Mut genau so packend erzählt wie auf den großen Bühnen.

Morenike Fadayomi als Aida beeindruckt mit Leidenschaft und Stimmstärke, Dubravka Musovic als ihre Kontrahentin Amneris steht ihr dabei nicht nach. Hector Lopez, der kurzfristig für Alexander Scholz als Radames einspringen musste, hält sich recht gut zwischen den Power-Frauen. Liebling des Publikums: Johannes von Duisburg (Amonasro).

Fazit: Große Oper in kleinem Rahmen mit kleinem Ensemble und großartigen Solisten.