Erstellt am 12. Juli 2016, 13:59

von Ewald Baringer

Jephta: Kritik.

Retz. Bernarda Bobro als Iphis, Tochter von Jephtha, die von einem Engel vor dem Opfertod gerettet wird.    |  Foto: Claudia Prieler

Das Festival Retz ist ein spezielles Kleinod im Theaterfest. Das zeigte sich einmal mehr beim von Monika Steiner mit viel Gespür für bildhafte Umsetzung inszenierten dramatischen Oratorium „Jephtha“ von Georg Friedrich Händel in der Stadtpfarrkirche.

Die biblische Geschichte vom verfemten Warlord, der den Krieg gewinnt und dafür seine Tochter opfern soll, enthält aktuelle Symbolik. Ein eindrucksvolles Werk, exzellente Solisten wie Daniel Johannsen (in der Titelpartie) und Bernarda Bobro, das von Ewald Donhoffer bestens geleitete Ensemble Continuum, das geschickt in die Regie einbezogene LABYRINTHEvocal-ensemble, geschmackvolle Kostüme und perfektes Lichtdesign: Intendant Alexander Löffler hat eine Produktion von großem Format bewältigt.

Fazit: Ein Oratorium der ganz großen Art auf großartige Weise zur Aufführung gebracht.