Erstellt am 05. Juli 2016, 13:39

von Michaela Fleck-Regenfelder

Kalender Girls: Kritik.

Rosenburg. Die sechs „Kalender Girls“.  |  Anna Stöcher

Ein Buch verfilmen? Schwierig. Einen Film auf die Bühne bringen? Noch schwieriger. Erst recht, wenn der so komisch und so menschlich war wie Helen Mirrens „Calender Girls“. Im zauberhaften Theaterzelt auf der Rosenburg hat Regisseur Marcus Ganser aus der Emanzipationskomödie ein Hausfrauenstück gemacht, das sich viel zu lange mit Brokkoli-Vorträgen und Mohnzelten-Wettbewerben aufhält.

Und das erst dann spannend wird, wenn’s traurig wird. Und wenn sie sich dann doch ausziehen, die Damen „zwischen 47 und 89“. Die – Babett Arens, Hemma Clementi, Konstanze Breitebner, Elisabeth Engstler, Susanne Brandt und natürlich Erni Mangold – sind allesamt bezaubernd. Und hätten doch mehr Tempo, mehr Tiefgang und weniger Tai Chi gebraucht.

Fazit: Sechs Hausfrauen zwischen Herd und Haut – denen nicht der Mut, aber das Tempo fehlt.