Erstellt am 12. Juli 2016, 14:00

von Carina Rambauske

Proud Mary: Kritik.

Melk. Dagmar Bernhard als entführte Mary und Merten Schroedter als Hades, der begeistert Rammstein singt.    |  NOEN, Daniela Matejschek

Eine Geschichte, die nur mit Liedern erzählt wird? Mit wundervoll arrangierter Musik und schräger Bühnenshow gelingt das. Zwischen Liebe und Unterwelt, Realität und Fiktion wird eine Autorin in ihre Geschichte gezogen – und ihr Publikum gleich mit. Aus tragischem „Skyfall“, flottem „All the single ladies“, bis hin zu berührendem „Langsam wachs ma z’sam“ entspringt das Abenteuer eines Liebespaares.

Ausgangspunkt ist die griechische Odyssee. Doch Odysseus Irrfahrt wird in die moderne Welt umgelegt, in der eine abwechslungsreiche Songauswahl – von ABBA, Adele bis hin zu Rammstein und AC/DC – einem überzeichneten, schrägen Abstecher in die Unterwelt zu Zyklop, Medusa und Höllenhund Zeberus, der „I want to break free“ singt, begegnet.

Fazit: Luftig-leichtes Sommertheater, ein Schlagabtausch von Ohrwürmern und viel Absurdität.