Erstellt am 13. April 2017, 00:01

Das Osterei liebt das Versteckspiel im Garten. Zu Ostern färbt man Hühnereier und am Ostersonntag versteckt man sie im Garten. Die Kinder suchen sie und finden sie auch meistens. So geschieht das in Hunderttausende Gärten in Österreich. Aber woher kommt der Brauch eigentlich?

Pixabay.com

Archäologen haben in Südafrika bemalte Straußeneier gefunden, die an die 60.000 Jahre alt sind. Auch wurden 5.000 Jahre alte verzierte Straußeneier in antiken Gräbern der Ägypter gefunden. Das Ei als Symbol des Lebens war an vielen Orten der Welt verbreutet. Diese Funde weisen zwar darauf hin, dass Menschen Eier bemalt haben, aber sicher nicht auf den Zeitpunkt Ostern. Tatsächlich spielt das Ei als Zeichen für die Auferstehung im Christentum eine große Rolle. Das Färben von Ostereiern ist von Russland bis Mitteleuropa verbreitet. Dieser Brauch hat also die Spaltung der christlichen Kirche in einen orthodoxen, evangelischen und katholischen Teil überlebt. Dass die bemalten Ostereier für Kinder versteckt werden, ist erstmals von einem Schriftsteller namens Georg Franck  im Jahr 1682 in der Schrift Satyrae erwähnt worden. Demnach suchen Kinder seit mindestens 330 Jahren in diversen Gärten nach Eiern.

Wo sind gute Verstecke im Garten?

Das führt zur Frage: wo sind im Garten gute Verstecke für Ostereier? Zuerst einmal kommt das auf das Alter der Kleinen an. Ein zweijähriges Kind wird mit einem Ei am Baum nichts anfangen können. Ein Volksschulkind hingegen schon. Das freut sich über ausgefuchste Verstecke. Das sind zum Beispiel: mit Klebeband auf der Unterseite von Regalen oder Möbeln oder in schwer zu erreichenden Astgabeln. Schwer zu finden sind Eier  in der Nachbarschaft von Blumen, die dieselbe Farbe aufweisen. Fies ist das „Versteck“ auf dem kleinen Minifloß, das im Gartenteich treibt. Denn zu Ostern will niemand ins Wasser steigen. Das gemeinste Versteck ist natürlich die Schultasche, denn die will in den Ferien kein Kind anfassen.

Nach der Suche kommt das Eierpecken dran. Dabei schlägt man mit der Spitze seines Eis auf die Eispitze seines Gegenspielers. Der Besitzer des Eis, dessen Schale dabei springt, hat verloren. Ob die alten Ägypter das auch gespielt haben, ist nicht überliefert. Sie hätten jedenfalls mit ihren Straußeneiern sehr fest zuschlagen müssen.