Erstellt am 06. Mai 2016, 12:54

von Claudia Stöcklöcker

28-Jähriger leugnet Raub. 28-Jähriger soll einen Holzlieferanten ausgeraubt, seine Schwester ihm ein Alibi geliefert haben. Indizien sprechen für Schuld.

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"Ich gebe nicht zu, was ich nicht gemacht habe", beteuert ein 28-Jähriger aus dem Bezirk vehement seine Unschuld vorm Richter. Unter dem Namen „Operation Walküre“ soll der Mann einen Raub an einem tschechischen Lkw-Lenker geplant und diesen am 18. Dezember 2014 verübt haben. Laut Staatsanwaltschaft habe der Angeklagte den Holzlieferanten auf ein Grundstück nach Michelhausen gelockt, diesen dann mit Pfefferspray attackiert und ihm 2.000 Euro sowie 15.000 tschechische Kronen geraubt. Seine mitangeklagte Schwester (25) habe er zur falschen Beweisaussage angestiftet, sie soll ihrem Bruder dann ein Alibi gegeben haben.

„Er hat mich in seinen Plan eingeweiht"

Dass der 28-Jährige der Täter ist, ist sich der Holzlieferant sicher. „Ich erkenne ihn wieder“, sagt er im Prozess. Schwer belastet den Angeklagten auch ein Schulfreund: „Er hat mich in seinen Plan eingeweiht, ich habe das aber nicht ernst genommen“, erzählt dieser.

Die Indizienlage sei „ klar und eindeutig“, meint Staatsanwältin Barbara Kirchner. „DNA-Spuren des Angeklagten auf einer Haube, die am Tatort gefunden wurde und er hat nach der Tat tschechische Kronen bei einer Bank umgetauscht.“

Auf ein Urteil müssen die Geschwister noch warten, der Richter möchte weitere Zeugen befragen, Prozess vertagt.