Erstellt am 14. Januar 2016, 05:53

von Martin Gruber-Dorninger

Angst vor Erreger. Virus wird durch Mücken übertragen. Für Mensch ist Erreger vollkommen harmlos. Amtstierarzt beruhigt.

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Im November des vergangenen Jahres wurde an mehreren Bauernhöfen des Burgenlandes und der Steiermark die Blauzungenkrankheit an Rindern festgestellt. Von dort wurden einige Rinder auch nach Niederösterreich exportiert. Über Bezirke Niederösterreichs wurde eine Sperrzone verhängt, Amtstierarzt Christoph Hofer-Kasztler beruhigt: „Ich bin eher für das Wort Überwachungszone als Sperrzone. Die Krankheit ist für den Menschen vollkommen ungefährlich und nicht übertragbar.“ Es gebe auch keine Auswirkungen auf Fleisch oder Milch. Übertragen wird der Blauzungenvirus von sogenannten Gnitzen. „Das sind kleine gelsenartige Mücken“, erklärt Hofer-Kasztler, der an die Landwirte plädiert, die Ställe von Wiederkäuern wieder vermehrt von Fliegen- und Mücken zu befreien.

Tiere aus Zone müssen genau überprüft werden 

„Mit der derzeitigen Warnung hat dies aber nichts zu tun, denn im Winter gibt es diese Vektoren (Überträger; Anm. der Red.) nicht. Vielmehr wurde der Virus im Blut von Rindern festgestellt, die wegen Export routinemäßig darauf überprüft werden“, will Hofer-Kasztler keine Unruhe aufkommen lassen.

Tiere, die aus der Sperrzone gebracht werden, müssen einerseits genau überprüft und andererseits auch gegen den Blauzungen-Erreger geimpft werden. Künftig könnte die Blauzungenkrankheit durchaus ein größeres Problem werden.

„Die milden Winter lassen mehr Vektoren überleben und erhöhen so die Übertragungsrate auf die Tiere“, warnt Hofer-Kasztler vor künftigen neuen Herausforderungen der Vieh-Landwirtschaft.