Erstellt am 22. Juni 2016, 07:18

von Thomas Peischl

Tulln bekämpft die Lehrlingskrise. Zwischen offenen Lehrstellen und Lehrstellensuchenden klafft eine große Lücke. In Tulln wird die Werbetrommel für "Karriere mit Lehre" gerührt.

 |  NOEN, Thomas Peischl

Es klingt schön und kann auch schön sein: "Karriere mit Lehre". Trotzdem weist der Arbeitsmarkt schon seit Jahren eine Lücke zwischen offenen Lehrstellen und Lehrstellensuchenden aus.

„Und in Wahrheit klafft das noch viel weiter auseinander. Denn viele der Suchenden können gar keine Lehre absolvieren, weil die allgemeinen Grundkenntnisse, die sie aus der Pflichtschule mitgenommen haben, nicht ausreichen“, erklärt der Tullner Vizebürgermeister Harald Schinnerl. Als Chef eines renommierten Stahlbauunternehmens weiß er, wovon er spricht.

Warum ist die Lehre in unserem Bezirk dann nicht ein heiß begehrtes Ausbildungsziel? AMS-Chef Hans Schultheis: „Wir beobachten im Speckgürtel um Wien herum seit Längerem den Trend zum Besuch weiterführender Schulen.“ In den weiter von Wien bzw. den Ballungsräumen weg liegenden Regionen, vor allem in den westlichen Bezirken, gebe es diesen Trend noch nicht.

Eltern sollen stärker eingebunden werden

Um die Werbetrommel für die nach wie vor zukunftsträchtigen Lehrberufe zur rühren, planen Wirtschaftskammer, AMS, Arbeiterkammer, Hebebühne und ausbildende Betriebe in Tulln im November schon die dritte Lehrstellenbörse, dabei sollen auch die Eltern der potenziellen Lehrlinge stärker eingebunden werden.

Mehr dazu lesen Sie in der Printausgabe der Tullner NÖN.

 

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