Erstellt am 24. September 2015, 14:48

von Günter Rapp

Aufregung um buddhistische Stupa am Wagram. Vor rund drei Jahren hat der Grafenwörther ÖVP-Bürgermeister Landtagsabgeordneter Alfred Riedl seinen Gemeinderat mit der Idee konfrontiert, am Wagram ein buddhistisches Zentrum errichten zu wollen.

Symbolbild  |  NOEN, www.BilderBox.com (www.BilderBox.com)
Wie Riedl gegenüber der NÖN nun bestätigte, haben der Grundbesitzer und die buddhistische Glaubensgemeinschaft Österreich ein entsprechendes Projekt bereits eingereicht.

„Das wird keine Klosteranlage, sondern ein Gebetsraum“

Das Gebetszentrum – eine sogenannte Stupa – soll am Schnittpunkt der Ortsgemeinden Wagram, Feuersbrunn und Engabrunn entstehen – 33 Meter hoch und mit einem Durchmesser von 25 Meter.

„Das wird keine Klosteranlage, sondern ein Gebetsraum, der von der Größe her als Grünlandbau einzustufen ist“, sagt Alfred Riedl, der sich von einem solchen religiösen Zentrum einen massiven Aufschwung des Tourismus erwartet. Die rechtliche Situation sei mit dem Land NÖ abgeklärt worden.

Dieser zu erwartende Besucheransturm ist für die SPÖ Grafenwörth und die im Grafenwörther Gemeinderat vertretene Liste Bürger für Bürger (BfB) mit ein Grund, dem Projekt eher reserviert gegenüber zu stehen.

FPÖ-Vertreter üben Kritik: „Zerstört Kulturlandschaft“

In einer Aussendung heißt es: „Ein Projekt dieser Größenordnung muss mit der gesamten Bevölkerung diskutiert werden und nicht statuiert als Einzelaktion des Bürgermeisters auf dem Rücken der betroffenen Bevölkerung.“ Nach Ansicht der SPÖ und BfB wird sich auch das Verkehrsaufkommen dramatisch erhöhen.

Kritik kommt weiters von den FPÖ-Vertretern der Region: „Die Errichtung dieses buddhistischen Gebetszentrums würde die einzigartige Natur und Kulturlandschaft des Wagrams zerstören“, so der Tullner FP-Chef Andreas Bors und der Kirchberger FPÖ-Gemeinderat Markus Hofbauer.