Erstellt am 01. Juni 2016, 04:05

von Günter Rapp

Betonwerkbetreiber über Entschluss nicht informiert. Betonwerkbetreiber wurde irrtümlich nicht vom negativen Gemeinderatsbeschluss informiert. "Plan B" könnte neuer Standort in Kirchberg sein.

Franz Stöger, Gernot Kohlmayr, Anton Weber und Franz Dam (v.l.) beim Bürgerinformationsabend.  |  NOEN, Rapp

Für viele Gemeindebürger mutete die Bürgerinformation der Weber Beton Logistik GmbH im Gasthaus Solich in Bierbaum etwas eigenartig an. Es ging um ein geplantes Betonwerk im Gewerbegebiet Frauendorf. Allerdings: Der Königsbrunner Gemeinderat hatte dieses Projekt bereits am 28. April abgelehnt.

Davon war die Geschäftsleitung der Tiroler Firma Weber allerdings nicht informiert worden, wie Firmenchef Anton Weber betonte. Von Widerständen in der Bevölkerung habe man aber gewusst.

„Wir werden also in Frauendorf nicht bauen, ich muss das akzeptieren“, so Weber. Seitens der Weber Beton Logistik GmbH wird man sich nun nach einem anderen Standort für das Betonwerk umsehen. Möglicherweise im Industriegebiet in Kirchberg/Neustift.

"Hätten Arbeitsplätze sichern können"

Als Geschäftsführer der Wirtschaftspark Absdorf-Königsbrunn GmbH gab der Absdorfer Bürgermeister Franz Dam seinem Bedauern über das gescheiterte Projekt Ausdruck. Im Verlauf der Diskussion wurde mehrmals das zu erwartende verstärkte Verkehrsaufkommen in Bierbaum angesprochen. Franz Dam: „Der Abtransport muss von Absdorf durch Bierbaum auf die Schnellstraße S 5 erfolgen.“

Wäre das Betonwerk in Frauendorf errichtet worden, hätte Bierbaum die zusätzliche Lkw-Belastung zu tragen, die Gemeindeabgaben blieben aber in der Marktgemeinde Königsbrunn. Das bestätigte Bürgermeister Franz Stöger, ebenfalls Geschäftsführer der Wirtschaftspark GmbH: „Dann hätten wir bei uns Arbeitsplätze sichern können.“
 

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