Erstellt am 06. Juli 2016, 17:01

von Claudia Stöcklöcker

Falschaussage: Trio schwindelte bei Einvernahmen emsig. Den Führerschein musste 41-Jähriger abgeben. Mit unerlaubten Mitteln helfen wollten dann Freundin und Mutter.

 |  NOEN, BilderBox.com (BilderBox - Erwin Wodicka)

Den Führerschein knöpften Polizisten einem 41-Jährigen aus dem Bezirk ab, als sie ihn alkoholisiert vor einem Lokal bei seinem Auto antrafen. Um den Schein wieder zu bekommen, heckte der Handwerker mit Freundin (58) und Mutter (63) dann einen Plan aus. Der ging nicht auf, alle drei sitzen nun vorm Strafrichter.

Falsche Zeugenaussage wird nun vorgeworfen im Prozess in St. Pölten. „Wir haben die Geschichte zurechtgebogen und haben geglaubt, dass es funktioniert“, bereut der 41-Jährige.

Emsig schwindelte seine Freundin bei den Verfahren bei der Bezirkshauptmannschaft und dem Landesverwaltungsgericht und erzählte, dass sie das Auto gelenkt habe. Bei einer polizeilichen Einvernahme nahm es die Mutter mit der Wahrheit nicht genau. Der 41-Jährige flunkerte überall und bekam dann kalte Füße.

„Ich hab’ ein schlechtes Gewissen bekommen"

Vor einer Polizistin gestand er. „Ich hab’ ein schlechtes Gewissen bekommen, mein Anwalt hat mich einen Tausender gekostet und hat sich ausgeklinkt“, bedauert er die Aktion. Die Frauen gestehen nicht. „Ich könnt’ was sagen, aber ich sag’ nichts“, zischt die eine. „Gar nix sag’ ich mehr“, meint die andere.

„Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts - das stimmt nicht. Sie haben alle gelogen“, wettert der Richter und verurteilt den 41-Jährigen zu sieben Monaten bedingt. Tief in die Tasche greifen müssen die Frauen. Für sie setzt es 1.300 Euro sowie 4.400 Euro Strafe. Die Urteile sind nicht rechtskräftig.