Tulln , Klosterneuburg

Erstellt am 28. Januar 2018, 20:38

von Thomas Peischl und Christoph Hornstein

Leichte Verluste für ÖVP, aber Bezirk bleibt schwarz.

Landtagsabgeordneter Christoph Kaufmann, Bürgermeister Georg Hagl (Judenau-Baumgarten, er ist auch Bezirksspitzenkandidat des Bauernbundes), Bezirksparteiobmann Johann Höfinger, Bezirksparteigeschäftsführer Reinhard Groiss und Daniela Schodt freuen sich über die neuerliche Absolute der ÖVP im Bezirk Tulln. Foto: Peischl  |  Thomas Peischl

Im Bezirk Tulln verliert die ÖVP zwar zwei Prozent, hält aber mit knapp 51 Prozent immer noch eine absolute Mehrheit.

„Das ist ein super Ergebnis für unsere Landeshauptfrau, ein klares Zeichen für ein weiteres Miteinander und für ihren Stil“, erklärt dazu Landtagsabgeordneter Christoph Kaufmann in einer ersten Stellungnahme. Jetzt wartet er gespannt auf das Ergebnis im parteiinternen Vorzugsstimmenrennen: „Das wird ein Dreier-Kampf.“

Damit bezieht er sich auf seine schärfsten Konkurrenten, Bürgermeister Georg Hagl aus Judenau-Baumgarten und JVP-Landesobmann Bernhard Heinreichsberger (Michelhausen).

An Stimmen zulegen konnte die SPÖ, die jetzt bei 20 Prozent hält. Das freut Landtagsabgeordnete Doris Hahn, die auch in ihrer Heimatgemeinde reüssierte: „Ich bin stolz auf Königstetten, dort haben wir ein deutliches Plus von 5,4 Prozent, das größte Plus im Bezirk.“

Die FPÖ konnte den deutlichsten Zuwachs verbuchen. Die Blauen legten um 5,8 auf 13,4 Prozent zu, trotzdem ist die Freude bei Bezirksspitzenkandidat Andreas Spanring verhalten: „Mehr wäre schöner gewesen. Angesichts der Ereignisse der letzten Tage ist das Ergebnis ok.“

Mit einem Minus von 2,65 Prozent kommen die Grünen nur noch auf 8,95 Prozent. „Wenn man verliert, kann man nie zufrieden sein. In den großen Städten haben wir rund 3 Prozent verloren“, sagt dazu Bezirksspitzenkandidat Sepp Wimmer, „mit den NEOS haben wir einen neuen Mitbewerber, der es uns auch nicht leicht gemacht hat. Demnach hätte es schlimmer kommen können. Wir verlieren den Clubstatuts. Jetzt müssen wir uns genau anschauen, warum bei den Grünen derzeit so viel Negatives passiert.“

Bernd Pinzer freut sich über 6,6 Prozent für seine NEOS: „Es ist hervorragend, ich kann nur über beide Ohren grinsen. Es wird auch ohne Sitz genügend Möglichkeiten geben sich in die Landespolitik einzubringen und mitzugestalten.“

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