Tulln

Erstellt am 15. Juli 2016, 05:32

von Martin Gruber-Dorninger

Baustein-Idee räumt renommierten Preis ab. Hannes Frech, Dietmar Kreil und Stefan Friedrich werken am Tullner Technopol und wurden nun für ihre Idee gewürdigt.

Der Sohn des Preisstifters Jochen Pelz, Bioblo-Miterfinder Stefan Friedrich, Ministerialdirigent Maximilian Geierhos, Hannes Frech ebenfalls von Bioblo und Edmund Langer, Geschäftsführer von C.A.R.M.E.N. e.V. (v.l.) bei der Preisverleihung in Würzburg  |  NOEN

Die Frage: „Was, bitte, ist Bioblo?“, erübrigt sich eigentlich in Tulln. Der Baustein ist drauf und dran von der Blumenstadt ausgehend, die Welt zu erobern. Das hat sich auch eine Kommission gedacht, als sie die Erfinder Hannes Frech, Dietmar Kreil und Stefan Friedrich, mit dem renommierten Ernst-Pelz-Preis in Deutschland auszeichneten.

Es ist zwölf Zentimeter (cm) lang, 2,4 cm breit und 0,8 cm hoch, bunt und erinnert an ein Konstrukt aus Bienenwaben. Der Phantasie und der Kreativität sind mit dem innovativen Baustein keine Grenzen gesetzt. Das wurde nun auch mit dem Ernst-Pelz-Preis gewürdigt.

Eine Baustein erobert die Kinderzimmer

Die Gewinner kommen erstmals seit über zehn Jahren aus Österreich und das sogar aus Tulln, genauer gesagt aus einem Labor und Büro des Tullner Technopols. Der Preis wird an Unternehmen verliehen, zur Förderung der Verwertung nachwachsender Rohstoffe. Bioblo konnte sich mit ihren innovativen Spiel- und Konstruktionssteinen gegen die Konkurrenz durchsetzen.

Rezept des elementaren Baustein-Erfolges

Überreicht wird der Ernst-Pelz-Preis traditionell durch den Bayerischen Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten bei einem Staatsempfang im Rahmen des C.A.R.M.E.N.-Symposiums. So auch dieses Mal. Die festliche Preisverleihung fand nun durch den Bayerischen Landwirtschaftsminister Helmut Brunner in der Residenz Würzburg vor rund 200 Gästen statt. Der Preis wird jährlich verliehen und ist mit 10.000 Euro dotiert.

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Bioblo-Steine werden aus einem speziellen Öko-Werkstoff mit hohem Holzanteil hergestellt und verfügen dadurch über sehr ansprechende optische und mechanische Eigenschaften. Die in Würzburg ausgezeichnete Variante enthält neben rund 55 Prozent Holzspänen von heimischen Nadelhölzern, einen Anteil an „Bio-Kunststoff“ – also Kunststoff auf rein pflanzlicher Basis, der nicht aus fossilen, sondern aus erneuerbaren Ressourcen gewonnen wird. Die Bausteine sind erdölfrei, CO -neutral und bestehen nachwachsenden Rohstoffen.