Erstellt am 04. November 2015, 05:02

von Josef Altkind und Doris Firmkranz

Boomers langes Leiden. Schäfermischlingsrüde musste nach schrecklichen Qualen eingeschläfert werden. Ergebnis der Blutuntersuchung: Pflanzengift als Verursacher möglich.

Familie Weninger trauert um ihren Schäfermischlingsrüden Boomer.  |  NOEN, zVg

Ein bislang unbekannter Tierhasser scheint Sitzenberg-Reidling und Umgebung unsicher zu machen. Nachdem innerhalb weniger Wochen mehrere Katzen und Hunde vermutlich durch ausgelegte Giftköder ihr Leben lassen mussten, war es nun „Boomer“, der sechsjährige Schäfermischlingsrüde der Familie Weninger, der nach tagelangen Qualen eingeschläfert werden musste.

Wurde Gift zugeworfen?

„Unser Hund kam nie aus dem Garten raus, das Gift muss ihm zugeschmissen worden sein“, vermutet Karl Weninger. Er und seine Familie trauern um den geliebten Familienhund.

Bereits Tage zuvor hatte Boomer Krankheitsmotive aufgewiesen. Diese ließen jedoch nicht zwingend auf eine Vergiftung schließen.

Erst Tierarzt Michael Oppitz stellte anhand einer Blutuntersuchung fest, dass das Tier an sich völlig gesund war, lediglich beide Nieren hätten total versagt. Eine Vergiftung sei daher naheliegend. „Allerdings nicht mit Rattengift. Dieses hätte die Blutgerinnung verhindert“, lautet es aus der Tierarztpraxis. „Es könnte sich um ein Pflanzengift handeln.“ Genaueres ließe sich nicht mehr feststellen.

Familie Weninger und die Bewohner in dieser Gegend haben nun auch berechtigte Angst um ihre Kleinkinder, die in den Gärten spielen und solch einen ausgelegten Giftköder finden und verschlucken könnten.