Erstellt am 21. März 2016, 16:31

Buddhistischer Stupa: Gegen-Demo bei Spatenstich. Der Spatenstich für den buddhistischen Friedenstempel ist am Montagnachmittag in Grafenwörth erfolgt - dem religiösen Ansatz folgend völlig friedlich und unbeeindruckt von einer Gegen-Demo.

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Eine Gruppe von Projektgegnern machte ihrem Unmut lautstark Luft, Musikbeschallung übertönte die Ansprachen.

"Die am lautesten schreien, haben selten Recht", meinte Gerhard Weißgrab, Präsident der Österreichischen Buddhistischen Religionsgesellschaft, nach einem Gebet von Projektleiter Bop Jon Sunim Tenzin Tharchin. Unter Applaus der Teilnehmer dankten Elisabeth Lindmayer vom bauwerbenden Stupa-Institut und Sprecher Reinhard Bimashofer Bürgermeister LAbg. Alfred Riedl (ÖVP) für die korrekt getroffene Entscheidung für das Bauwerk.

Egal was sich heute rundherum abspiele, er stehe zu dem Projekt und habe ordnungsgemäß entschieden, so Riedl. Es würden keine mit Nichtigkeit bedrohten Fehler im Verfahren vorliegen, sagte er in Anspielung auf Kritik von Volksanwältin Gertrude Brinek.

"Unser Ziel ist es, Angst zu nehmen"

Volksverhetzung geschehe dort, wo Angst und Wahrheit verhindert würden, "unser Ziel ist es, Angst zu nehmen", erklärte der Bürgermeister, ehe er u.a. gemeinsam mit der Grünen Klubobfrau im Landtag, Helga Krismer, und Unternehmer Johannes Gutmann (Sonnentor), der das 1,3 Hektar große Areal zur Verfügung gestellt hat, zum Spaten griff.

Vor vier Jahren war das Projekt in Gföhl (Bezirk Krems) an einer Volksbefragung gescheitert, auch damals gingen die Emotionen hoch. Am neuen Standort direkt am Wagram, eingebettet in Felder und Weingärten, säumten am Montag diverse Transparente den Weg. U.a. war zu lesen: "Reben statt Beton" und "Wir wollen nicht noch mehr Verkehr".

Den Plänen zufolge soll das sakrale Bauwerk in einem Garten - als erster Stupa in Österreich - begehbar sein. Die Kuppelhöhe werde 18,75 Meter erreichen, die Grundfläche wurde mit 30 Metern Durchmesser angegeben. Der Buddhismus ist in Österreich seit Februar 1983 offiziell vom Staat als Religion anerkannt.