Erstellt am 10. März 2016, 18:54

von Bernhard Steinböck und Helga Urbanitsch

Charme im Doppelpack. Am vergangenen Wochenende bot das Danubium seinen Gästen wiederKulturvielfalt vom Feinsten: Die "Wiener Comedian Harmonists" und Nadja Maleh begeisterten.

Das Vokalensemble die „Wiener Comedian Harmonists“ entführten im Tullner Danubium die Besucher ins vorige Jahrhundert.  |  NOEN, Hans Eder

Die brauchen wirklich kein Orchester“, waren sich die Besucher im Danubium in der Pause einig. Die „Wiener Comedian Harmonists“, fünf Herren des Wiener Staatsopernchors gastierten mit ihrem Pianisten in Tulln und verbreiteten als Vokalensemble den Charme der 30er Jahre. Witzige und skurrile Texte wurden in musikalischen Geschichten, die die damalige Zeit prägten, in unnachahmlicher Weise zu Gehör gebracht. Es wurden Lieder präsentiert, die seit über 80 Jahren im Archiv schlummerten. Die Beschaffung des Notenmaterials gestaltete sich nicht einfach.

Swingend und überaus lässig mit präzisem Einsatz der Konsonanten sangen sich die Harmonists in die Herzen der Besucher. Das musikalische Telefonat mit Isabella von Kastilien zum Beispiel wurde mit spielerischer Leichtigkeit und spanischem Charme vorgetragen.

„Placebo“ - der Name.  Dabei schlüpfte die gelernte Schauspielerin gekonnt in die verschiedensten Rollen und konfrontierte die knapp 150 Zuseher mit den täglichen Placeboeffekten. Zwar erwartet man sich stets bei einem Scheinarzneimittel einen positiven Effekt, wird dann aber enttäuscht. Das Programm der sympathischen Kabarettistin war davon weit entfernt.Am Donnerstag werden die Lachmuskeln wieder auf die Probe gestellt: Andreas Vitasek kommt mit „Sekundenschlaf“.