Erstellt am 16. Dezember 2015, 04:53

von Patrizia Golda

Container am Friedhof. Für Unruhe sorgt derzeit ein Container am Friedhof der Gemeinde St. Andrä-Wördern. Nun soll dieser, bei besserer Witterung, mit Holz verschönert werden.

Früher war der Friedhof gut ins Ortsbild integriert. Jetzt »schmückt« ein gut sichtbarer Container die Ruhestätte.  |  NOEN, FPÖ St. AW

Als „Ortsbildverschandelung durch die neue Gemeindeführung“ tituliert Thomas Zeimke (FPÖ) den Container, der seit ein paar Tagen am Gemeindefriedhof steht. „Der Container verschandle das Ortsbild“, meinte Zeimke.

Bereits in der ersten Jahreshälfte sorgte der Friedhof für Gesprächsstoff. Das Projekt der alten Regierung, ein Holzgebäude im hinteren Teil des Friedhofs zu bauen, um den Bagger, Gerätschaften und eine kleine Werkstatt unterzubringen, wurde verworfen. „Federführend war die Bürgerliste“, erinnert sich Thomas Zeimke.

Das Projekt war noch weiter gedacht, denn die jetzige Werkstatt beim Haupteingang dient der längst überfälligen Erweiterung der Kühlboxen. Das Konzept der neuen Regierung sieht nun nur noch die zusätzlichen Kühlboxen vor. Bagger und Geräte werden bis jetzt im Freien verwahrt und statt der Werkstätte gibt es den Container.

Bürgermeister Titz klärt auf

Bürgermeister Maximilian Titz klärt auf: „Wir sind nicht bereit in unserer finanziellen Situation für ein Häuschen 150.000 Euro auszugeben. Aber die Gerätschaften und Bagger müssen selbstverständlich nicht im Freien stehen, diese sind nun alle im Container untergebracht.“

Zum Vorwurf der Ortsbildverschandelung verspricht Titz aber rasche Besserung: „Sobald die Witterung es zulässt, werden wir den Container verschönern, dann sieht er auch wie ein kleines Holzhäuschen aus.“

Auch Alfred Kögl (Bürgerliste), findet die Lösung nicht sehr ästhetisch: „Mir gefällt der Container auch nicht, er ist hässlich. Aber ein Holzschuppen um 1.000 Euro pro m ist definitiv zu teuer. Zeimke hat es bereits damals verabsäumt genügend Kühlboxen aufzustellen!“