Erstellt am 23. März 2016, 04:04

von Thomas Peischl

„Cryptolocker“ legte Firma Schinnerl lahm. Stahlbaufirma des Tullner Vizebürgermeisters wurde Opfer von Schadsoftware. Schinnerl: "Interessante Erfahrung."

 |  NOEN, zVg

Das hätte auch ganz anders ausgehen können. Am Freitag vergangener Woche wurde Vizebürgermeister Harald Schinnerl informiert, dass im EDV-Netzwerk seines Stahlbau-Unternehmens plötzlich ein Daten-Ordner nach dem anderen verschlüsselt wurde.

„Unser EDV-Administrator hat rasch reagiert und wir informierten umgehend das Bundeskriminalamt, aber da war nicht mehr viel zu machen“, berichtet Schinnerl. Offenbar hatte sich über einen auf den ersten Blick ganz gewöhnlich scheinende PDF-Datei eine Schläfer-Software im System der Firma eingenistet. Der sogenannte „Cryptolocker“ begann anschließend einen Datei-Ordner nach dem anderen zu verschlüsseln.

„Damit verbunden war eine Erpressungsaufforderung: Den Code zum Entschlüsseln unserer Daten bekamen wir nur gegen Bezahlung einer gewissen Summe in der Online-Währung Bitcoins“, erklärt der Vizebürgermeister weiter, „Gott sei Dank ist das Ganze an einem Freitag passiert. Heute kann ich schon wieder darüber lachen.“ So wurde das Unternehmen nur kurzzeitig lahmgelegt, am Montag war es wieder startklar.