Erstellt am 25. Dezember 2015, 05:53

von Bernhard Steinböck

Das Glück is a Vogerl. Gott und Söhne / Thomas Stipsits und Manuel Rubey setzen mit ihrem zweiten gemeinsamen Stück nahtlos dort fort, wo sie mit „Triest“ aufgehört haben - zum Brüllen komisch.

Thomas Stipsits, Erich Schindlecker und Manuel Rubey in den Katakomben des Danubiums.  |  NOEN, Steinböck

Zugegeben, die Geschichte des Programms „Gott und Söhne“, durch das das Komikerduo unter Regie von Alfred Dorfer das Publikum im Tullner Danubium führte, ist ein wenig verworren: Ein Stück im Stück. Stipsits und Rubey sinnieren über das Leben und die sieben Todsünden, außerdem über das Glück an sich und warum die meisten Menschen „nur dann glücklich sind, wenn die anderen Pech haben“.

Und dann gibt es da noch die Glücksverkäufer wie die Firma „Gott und Söhne“, die „Glück in 30 Tagen“ verspricht, und letztendlich doch nur Unglück beschert. Was dem Stück trotz Teilverlusts des roten Fadens und einer scheinbaren Aufzählung aus vergangenen Tour-Anekdoten aber den oftzitierten Stempel aufdrückt, ist die Harmonie zwischen den Künstlern. Das Repertoire an Figuren ist scheinbar nicht enden wollend: Unter anderen ein Opernsänger, der zum Paartherapeuten muss, ein bisexueller Tiroler Postler, oder ein Taxifahrer, der an den legendären Herrn Karl erinnert. Fast glaubt man, die Künstler hätten manche Szenen spontan improvisierend gerade erst auf der Bühne erschaffen. Kein Wunder also, dass das restlos ausverkaufte Publikum vor allem dann nicht mehr aus dem Lachen herauskam, als die zwei einige Male selbst schon schmunzeln mussten. Den ansteckenden Spaß auf der Bühne merkt man Stipsits und Rubey jedenfalls an.

Alles in allem ein bunter Abend gespickt mit zahllosen Pointen und gekonnten Tanz-Einlagen. Wer keine Karte für das seit Wochen ausverkaufte Kabarett bekommen hat, darf sich freuen: Am 8. April läuft es ein zweites Mal im Danubium.