Erstellt am 29. Oktober 2015, 05:32

von Martin Gruber-Dorninger

Das große Gruseln für den SV Donau. Der Verein Bündnis Gastronomie Österreich hat bereits vor Fest Anzeige erstattet. Obmann Bauer sprach bei BH vor.

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Zunächst einmal die gute Nachricht: Das Halloween Clubbing des SV Donau Langenlebarn findet wie geplant am 31. Oktober in der Niederösterreich-Halle statt. Die schlechte Nachricht: Bereits vor dem Clubbing gibt es eine Anzeige durch das Bündnis Gastronomie Österreich (BDGA).

Eine mittlerweile gängige Methode des Bündnisses. Vereinsfeste und Veranstaltungen nehmen, deren Meinung nach, Überhand und gefährden das Bestehen von lokalen Gastronomiebetrieben. Der Obmann des Vereins BDGA, Manfred Mader, begründet die Anzeige bei der Bezirkshauptmannschaft Tulln damit, dass der Verein SV Donau Langenlebarn an mehr als an höchstens drei erlaubten Tagen pro Jahr Feste veranstaltet.

Kein kleines Vereinsfest für Verein BDGA

„Aufgrund der Buchung von überregional bekannten Künstlern handelt es sich außerdem um kein kleines Vereinsfest mehr“, argumentiert Mader. Er rechnet mit mindestens 2.500 Besuchern beim Halloween Clubbing und einem Gesamtumsatz von mindestens 60.000 Euro. Die BDGA sehe zusätzlich noch einen Verstoß gegen das Körperschaftssteuergesetz.
 

Für den Obmann des SV Donau Langenlebarn, Gerald Bauer, ist die Angelegenheit zwar unangenehm, aber auch nicht neu. Bereits im Vorjahr hat es eine ähnliche Anzeige gegeben. Um die Wogen bereits vor der Veranstaltung zu glätten, sprach der Funktionär bei der Bezirkshauptmannschaft vor. „Wir haben alles korrekt angemeldet“, bestätigt Bauer gegenüber der NÖN. Außerdem habe man für die Veranstaltung auch einen lizenzierten Wirten eingestellt, das solle die Gemüter beruhigen.

Die Bezirkshauptmannschaft verspricht aber dennoch ein Auge auf die Veranstaltung zu werfen.

„Wir werden diese Anzeige selbstverständlich ganz genau prüfen“, erklärt Bezirkshauptmann-Stellvertreter Josef Wanek. Da in der Anzeige von einer Verletzung des Körperschaftssteuergesetzes die Rede ist, wird die BH wohl auch das Finanzamt an der Angelegenheit teilhaben lassen.

„Wir werden diese Anzeige selbstverständlich ganz genau prüfen.“ Josef Wanek, Bezirkshauptmann-Stellvertreter

Für Obmann Gerald Bauer ist diese Entwicklung recht unbefriedigend und er erklärt, wofür das Geld benötigt wird: „Wir haben viele Kinder- und Jugendmannschaften. Mit den Festen finanzieren wir unseren laufenden Spielbetrieb.“