Erstellt am 02. Dezember 2015, 18:28

von Günter Rapp

Debatte über das Bad. Vorschläge gehen von einer "leistbaren Erhaltung der derzeitigen Badeanlage" bis zu einem Hallenbad-Neubau.

Spricht sich für eine Erhaltung des Großweikersdorfer Freibades im derzeitigen Zustand aus: Bürgermeister Alois Zetsch.  |  NOEN, Rapp

Die Causa "Freibad Großweikersdorf"kam im Rahmen der Beschlussfassung des Nachtragsvoranschlages 2015 wieder einmal heftig ins Gemeinderats-Gespräch. Die alles entscheidende Frage stellte Bürgermeister Alois Zetsch (ÖVP): „Ist es uns wert, das Freibad zu erhalten oder nicht?“

Drei Optionen stehen zur Wahl

Drei Möglichkeiten stellte Gemeindechef Zetsch in den Raum: das Freibad so wie bisher zu erhalten, die Anlage zu sperren oder eine Neugestaltung zu überlegen. Defizitär ist das Bad allemal, denn die Personalkosten machen das eineinhalbfache der Eintrittsgelder aus. „Gerade beim Bau vieler neuer Wohnungen ist ein Freibad notwendig“, meinte Gemeinderat Manfred Schober (ÖVP) und Michael Mrak (SPÖ) bezeichnete das Bad als „nette Infrastruktur“.

Auch Ferdinand Huber (SPÖ) sprach sich für eine Erhaltung des derzeitigen Bades aus – ohne größere Investitionen. „Das Gemeindeamt ist wichtiger.“ Und SPÖ-Mandatar Stefan Kurz wies darauf hin, dass „im zuständigen Ausschuss ohnehin jedesmal über das Freibad gesprochen wird“.

Ein gewagter Vorschlag kam von Mandatarin Cornelia Kiesling (FPÖ). Sie sprach von einem möglichen Neubau in Verbindung mit einem Hallenbad.

„Leistbar ist für unsere Gemeinde derzeit wahrscheinlich nur die Erhaltung des jetzigen Zustandes“, so Bürgermeister Alois Zetsch. „Wir sollten versuchen das Freibad möglichst lange zu betreiben.“

Investitionen stehen 2016 bereits wieder ins Haus, wenn die nicht mehr zulässige Solaranlage durch einen modernen Wärmetauscher ersetzt werden muss.