Erstellt am 07. Oktober 2015, 05:32

von Günter Rapp

Derzeit noch Trinkwasser: Wasser bedenklich?. Nitratwerte im Kirchberg-Königsbrunner Trinkwasser sind seit letzter Kontrolle wieder angestiegen. / 

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Die aktuellen Ergebnisse der Trinkwasseruntersuchung für Kirchberg sind alles andere als ermutigend. Die Nitratwerte betragen im Brunnen 1 54 mg, im Brunnen 2 55 mg.

Im aktuellen Gutachten von Hannelore Frenzl der NUA – Umweltanalytik GmbH heißt es: „Der Nitratgehalt ist gegenüber den Voruntersuchungen angestiegen und liegt über dem Parameterwert, aber noch innerhalb der Beurteilungstoleranz lt. Österreichischem Lebensmittelbuch, Codexkapitel B 1 ,Trinkwasser‘“.

Dem Gemeindeverband Wasserversorgung Wagram – Nördliches Tullnerfeld, dem die Gemeinden Kirchberg und Königsbrunn angehören, wird vom Gutachtenersteller auch empfohlen, um die Versorgung mit Trinkwasser bis zur Fertigstellung einer Aufbereitungsanlage sicher zustellen, bei der zuständigen Behörde einen Antrag auf Aussetzung des Parameterwertes für Nitrat zu stellen.

„Bürgermeister hätte die Bevölkerung sofort informieren müssen"

Für FPÖ-Gemeinderat Markus Hofbauer ist klar: „Bürgermeister Benedikt hätte die Bevölkerung sofort informieren müssen, da der Grenzwert von 50 mg Nitrat überschritten wurde und Kleinkinder Wasser aus der öffentlichen Wasserversorgungsanlage nicht mehr trinken dürfen.“

Um Aussetzung der Nitrat-Grenzwerte möchte Kirchbergs Gemeindechef Wolfgang Benedikt ansuchen und „die Bevölkerung über die hohen Nitratwerte informieren“. Auf der Homepage der Marktgemeinde Kirchberg sind die aktuellen Untersuchungsergebnisse ohnedies bereits zu lesen.

Dass „der Hut brennt“ ist dem Bürgermeister ohnedies klar. „Wir müssen Gas geben mit der Realisierung der Wasseraufbereitungsanlage“, sagt Wolfgang Benedikt, der darauf hinweist, dass die Kirchberger und Königsbrunner Gemeinderäte dem Projekt bereits zugestimmt haben.

„In der Toleranzgrenze von zehn Prozent sind wir gerade noch drin“, stellt Königsbrunns Bürgermeister Franz Stöger ijn diesem Zusammenhang fest. „Man muss aber bedenken, dass die Grenzwerte früher wesentlich höher lagen als heute.“