Tulln

Erstellt am 14. Juli 2016, 05:30

von Helga Urbanitsch

Donaubühne als Musik-Hotspot. Die Seer feierten ihr 20-jähriges Bühnenjubiläum. Am Tag davor brillierte die Stadtkapelle Tulln mit „Brasslufthammer“.

Komponist und Dirigent Christoph Cech (2.v.r.) mit den Leitern der Stadtkapelle Tulln Bernhard Fleißner und Nikolaus Höckner Musikern der Stadtkapelle vor der Bühne. Urbanitsch  |  NOEN

Die „Nouvelle Cuisine Bigband“, unter der Leitung von Christoph Cech und Christian Mühlbacher trafen auf der Tullner Donaubühne mit der Stadtkapelle Tulln und der Abordnung „Brasslufthammer“ zu einem spektakulären Music-Event zusammen. Diese von den Musikern erprobte Kombination wurde heuer noch von Elfi Aichingers New Vocal Music Ensemble der Bruckner Universität Linz verstärkt. Aus der Feder von Christoph Cech erklangen soulig massive Funk-Cumuli, die er seinen Kindern Josephine und Jakob widmete. Aus dem Duktus der Neuen Musik ertönte auch Christian Mühlbacher‘s „Verdammt nach Moll“ und seine „Maultrommel“. Als Zugabe überraschten die Bands mit Breakbeats und „Neandertaler“.

Schon als Stammgäste kann man „Die Seer“ bezeichnen, die bereits zum fünften Mal auf der Donaubühne gastierten. Das 20-jährige Jubiläumskonzert bot Songs der ersten Stunde. „Wir haben am Grundelsee die ersten Lieder geschrieben, Songs wie „Kane zehn Rösser bringen uns ausanand“. Dass Tradition gelebt und gesungen wird, zieht sich wie ein roter Faden durch das musikalische Leben und Wirken der Seer.

Diese Musiker sind einfach ein Wahnsinn, unglaublich, schon die Proben waren einzigartig“.
Christoph Cech über die Stadtkapelle Tulln

Erich Schindlecker brachte es auf den Punkt: „20 Jahre Kontinuität und Schaffen zeichnet diese Gruppe aus.“

Zur Tradition weiß auch Oberhaupt der Seer Fred Jaklitsch einiges zu erzählen. „Im Ausseer Land wird ja Tradition gelebt, da kommts ja schon drauf an, wie man den Hut trägt, besser gesagt die Gamsfeder auf dem Hut.“

Jaklitsch nahm das Jubiläumskonzert zum Anlass und bedankte sich bei den Mitwirkenden der Gruppe und hob die beiden weiblichen „Seelen“ der Band Astrid Hirtenberger und Sabine Holzinger hervor. Lob gab es auch für den Tullner Gitarristen der Band Thomas Eder. In lautstarken Solis stellten sich auch alle anderen Mitglieder der Band vor.

Die Fans kamen voll auf ihre Rechnung, nicht nur das großartige Konzert, auch das perfekte Open-Air Wetter ließ die rund 2.200 Besucher jubeln.

 |  NOEN

Aus manchen Reihen hörte man den Wunsch „Es Wossa“. „Na glaubts ihr, wir lassen euch beim 20-jährigen Jubiläumskonzert ohne „Wilds Wossa“, nach Hause gehen“, fragte Astrid Hirtenberger das Publkum. Tosender Applaus war die Antwort, was folgte war die Seer-Hymne.