Tulln

Erstellt am 08. Juli 2016, 05:06

von Bettina Kulmer

„Das würde ich sofort wieder machen“. Der Tullner Markus Pietsch reiste mit Partnerin Simone Wessely und Freunden zum letzten Österreich-Match nach Frankreich.

Tullnerfeld goes EM. Das Quartett war extra für das Österreich-Island-Match angereist  |  NOEN

„Es hat sich voll ausgezahlt, ich würde das sofort wieder machen“, erzählte Markus Pietsch nach seiner Rückkehr von der EM in Frankreich.

Bereits im Februar plante der eingefleischte Fußballfan die Reise. Sobald feststand, dass er und seine Freunde Karten bekommen sollten, wurde das Hotel gebucht und die An- und Abreise festgelegt. Pietsch und seine Freunde entschieden sich für das letzte Spiel der Gruppenphase, Österreich-Island. Schnell stand fest: Mit dem Auto sollte es nach Paris gehen. Die 13-stündige Fahrt nahm die Truppe dafür gerne in Kauf. Wobei Freundin Simone Wessely einhakt: „Nur für das Match wäre ich nicht hingefahren, aber man konnte das gut mit einer Stadtbesichtigung verbinden.“

Ausgerüstet mit Österreichtrikots und rot-weißer Farbe ging es von 22. bis 24. Juni nach Paris. Vom Hotel im 15. Arrondissement reiste man öffentlich zum Stadion. „Die U-Bahnen waren heillos überfüllt, aber das war zu erwarten. Vor dem Stadion haben wir den Einmarsch der österreichischen Fans miterlebt, ein tolles Gefühl.“

Trotz geringer Kontrollen sehr sicher gefühlt

Erstaunt waren die Tullnerfelder über die ihrer Einschätzung nach unauffälligen Sicherheitsbestimmungen. Beim Einlass ins Stadion wurde kaum kontrolliert, nur in der Stadt selbst bemerkte man Polizei. „Wir waren verwundert, da überall berichtet wurde, wie sehr auf Sicherheit Wert gelegt wurde. Trotzdem hatten wir keine Angst, passieren kann schließlich überall was“, so Pietsch, der auch meinte, dass bei jedem Match in Österreich gleich viel kontrolliert würde.

Für die Niederlage der Österreicher wurde man durch die gute Stimmung entschädigt. „Das war schon einmalig. Vor dem Spiel hat das halbe Stadion ‚I am from Austria‘ und dann die Hymne gesungen. Die Stimmung war nur nach dem 1:0 für Island kurz gedämpft, aber ansonsten bis zum Schluss ungebremst super.“ Die Enttäuschung über das Ausscheiden von Österreich war in der Gruppe natürlich groß, die Frauen hätten es aber gelassener aufgenommen, meinte Wessely. Mit Hooligans oder gegnerischen Fans machte man keine schlechte Erfahrung. Die Isländer seien ein tolles Publikum gewesen. „Sie waren faire Gewinner und wir faire Verlierer“, fasst Pietsch zusammen, der die dritte Halbzeit zusammen mit isländischen Fans feierte.