Grafenwörth

Erstellt am 24. Juni 2016, 11:10

von Thomas Peischl

Wiedehopf bremst Bagger für Stupa aus. Geplantes buddhistisches Gebetshaus in Feuersbrunn (Marktgemeinde Grafenwörth) wird durch Vogel ausgebremst...

Pixabay, Symbolbild

In Feuersbrunn (Marktgemeinde Grafenwörth) soll am Fuße des Wagram ein Stupa errichtet werden. Das buddhistische Monument ist als Friedenskapelle für alle geplant (die NÖN berichtete mehrfach).

Allerdings gibt es auch eine Initiative „Rettet den Wagram“ und die schlug jetzt zum wiederholten Male Alarm, weil die Bauarbeiten ein Wiedehopf-Gehege gefährden würden.

Demonstranten marschierten auf, die Polizei griff schlichtend ein.

„Wollen auf Nummer sicher gehen“

Bezirkshauptmann Andreas Riemer: „Ja, der Wiedehopf gehört zu den am strengsten geschützten Vogelarten. Es gab zwar schon vor einigen Wochen ein Gutachten eines Sachverständigen, dass die Arbeiten hier keine Gefährdung darstellen. Aber auf Grund der neuerlichen Anzeige durch die Initiative wollen wir auf Nummer sicher gehen.“

Mit dem Verantwortlichen auf der Baustelle wurde einvernehmlich vereinbart, das neue Gutachten des Sachverständigen des Landes Niederösterreich abzuwarten. „Es handelt sich um keinen Baustopp“, wie Riemer betont. Das Gutachten soll voraussichtlich am Montag vorliegen.

Update: Gutachten liegt vor

Das Gutachten der Naturschutz-Sachverständigen liegt jetzt vor. Bezirkshauptmannstellvertreter Josef Wanek dazu: „Es wurde festgestellt, dass bei intensiver Baustellentätigkeit Gefahr besteht, dass das Wiedehopfpaar seinen Nachwuchs im Brutkasten verlässt.“

Die Baufirma habe daher ihre Arbeiten vorerst freiwillig eingestellt. Der Wiedehopf-Brutkasten wird laufend beobachtet. Erst dann wird sich weisen, wann die Bauarbeiten fortgesetzt werden können.