Tulln

Erstellt am 22. April 2017, 04:21

von Martin Gruber-Dorninger

Alle Jung-Polizisten im Bezirk sind fit. Seit 2013 müssen neue Beamte zum jährlichen Check. Bisher haben alle im Bezirk Tulln mit Bravour bestanden.

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Polizisten, die mit einem kleinen oder auch größeren Kugelbauch am Straßenrand stehen und die Geschwindigkeit der vorbeifahrenden Autos messen, gehören schon längst der Vergangenheit an. Ein Grund dafür dürfte ein jährlicher Fitnesstest für die neuen Polizeibeamten sein. Die NÖN fragte im Bezirk nach, wie es denn um die Fitness des Freunds und Helfers steht.

Eine, die mit wirklich gutem Beispiel vorangeht, ist „Modellathletin“ und Bezirks-Polizeikommandantin Sonja Fiegl. Sie hält die Fitness in ihrem Beruf für essenziell. „Ich achte sehr darauf, da es bei körperlich anstrengenden Einsätzen wirklich wichtig sein kann, dem Gegenüber überlegen zu sein“, erklärt Fiegl. Sie habe auch beobachten können, dass in den letzten Jahren die Fitness unter ihren Kollegen auch deutlich zugenommen hat.

Nicht zuletzt durch die verpflichtenden Fitnesstests für Beamte, die seit 1. Jänner 2013 ihren Dienst bei der Polizei versehen. „Im Sinne eines umfassenden Gesundheitsmanagements sollten alle Organe des öffentlichen Sicherheitsdienstes zur Bestätigung der persönlichen körperlichen Leistungsfähigkeit einen jährlichen Fitnesscheck absolvieren“, erklärt Klosterneuburgs Postenkommandant Georg Wallner.

Kraft, Ausdauer und Geschicklichkeit

Eine gewisse Anzahl an Liegestützen muss ebenso absolviert werden wie ein 3.000-Meter-Dauerlauf oder 300-Meter-Schwimmen sowie ein Geschicklichkeitstest. „Die Limits hängen natürlich von Alter und Geschlecht ab“, erklärt ein Beamter des Tullner Bezirkskommandos. Seither habe es noch kein Prüfling nicht geschafft. „Im gesamten Bezirk Tulln haben stets alle bestanden“, erklärt der Beamte weiter.

Sollte einmal jemand durchfallen, gebe es die Möglichkeit, zu einem gewissen Zeitpunkt die Prüfung zu wiederholen und die Limits dann zu einem späteren Zeitpunkt zu erbringen. „Darüber hinaus sollte die freiwillige Teilnahme für alle Bediensteten nicht nur ein Angebot sein, sondern einen Anreiz bieten, die persönliche Gesundheit zu überprüfen“, argumentiert Wallner für eine Ausweitung der Tests.