Erstellt am 08. Juni 2016, 05:50

von Thomas Peischl

Flüchtlinge gut integriert. "Bunter Nachmittag" bot kulturelle Vorführungen, kulinarische Begegnungen und Einblicke in Lebensgeschichten der Mitterndorfer Flüchtlinge.

Majd Madina, Patricia Pumpler, Ronja Rothschädl, Amin Safdri und Jalal Taheir dankten Theres Friewald-Hofbauer mit Blumen und einem Buch mit persönlichen Einträgen für ihr Engagement.  |  NOEN, Peischl

Im August 2015 rief Theres Friewald-Hofbauer das Netzwerk Michelhausen ins Leben. Nicht nur im Leben der Asylwerber aus Afghanistan, Syrien, dem Irak und Pakistan hat sich seitdem viel bewegt.

Mit der Unterstützung von vielen Freiwilligen, Schulen, Firmen, Vereinen und Institutionen sind die ehemaligen Flüchtlinge, die vorläufig in Mitterndorf leben, ein gutes Stück weiter in unserer Gesellschaft angekommen. Beim „Bunten Nachmittag“ im Gemeindesaal überzeugte etwa Multitalent Karam Moghanis, der schon im syrischen Aleppo eine vielversprechende Rap-Karriere begonnen hatte, mit Wortgesang und virtuoser Percussion-Kunst. Majd Madina erzählte von seiner Flucht aus Damaskus, Amin Safdri berührte mit dem Gedicht „Ich möchte nicht sterben“, das er (mit ein wenig Netzwerk-Hilfe) selbst aus dem Farsischen übersetzt hatte.

Theres Friewald-Hofbauer: „Wir können uns ihr Leben einfach nicht vorstellen, genauso wie sie sich unseres nicht vorstellen konnten. Man bekommt unheimlich viel zurück, wird dankbarer, demütiger und behutsamer.“ Bürgermeister Rudi Friewald betonte: „Wir haben hier die Möglichkeit zu zeigen, dass es ein friedliches Miteinander geben kann.“