Erstellt am 07. Juni 2016, 17:50

von Claudia Stöcklöcker

Gefährlich unterwegs. Als Polizisten einen Alkoholisierten stoppten, zückte dieser die Faust. Auf seinen Hund prügelte er mit einem Stock ein.

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Mit 1,7 Promille im Blut war ein ehemaliger Fahrschullehrer (67) aus dem Bezirk in Schlangenlinien in Wien unterwegs. Weil er beinahe einen Unfall verursachte, verständigte ein Verkehrsteilnehmer die Exekutive. Als dann zwei Polizisten herbeieilten, eskalierte die Situation. Nun sitzt der Mann wegen versuchten Widerstands vorm Richter.

„Wenn ihr euch nicht gleich schleicht’s, erschieß ich euch“, erklärte der Angeklagte den Polizisten, verpasste ihnen Faustschläge und Fußtritte. „Er hat gedroht seinen Hund auf uns zu hetzen. Mit vereinten Kräften haben wir ihn aus dem Auto befördert“, so ein Ordnungshüter. Der 67-Jährige wettert: „Im Auto sitzen lassen hätten sie mich sollen. Stattdessen ziehen sie mich raus und reißen mich nieder.“ Der Richter: „Die Beamten haben korrekt gehandelt.“ Der Angeklagte sieht das anders: „Des glaub i net, die hauen einem eine in die Röhre.“

Mit einem Stock prügelte der 67-Jährige auf seinen Hund beim Spazierengehen ein. „Vielleicht habe ich ihn damit berührt“, erklärt er dazu.

Zeugin des Geschehens wurde eine Hundetrainerin. „Der Hund ist sofort in die Unterwerfung gegangen, der wurde nicht zum ersten Mal geschlagen.“ Den Vorfall meldete sie beim Amtstierarzt. Der Richter spricht den 67-Jährigen in beiden Anklagepunkten schuldig und verhängt sieben Monate bedingt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.