Erstellt am 31. März 2016, 05:44

von Doris Firmkranz

Gegenmaßnahmen: Schluss mit dem Jucken. Im Kampf gegen Zerkarien im Aubad holte die Stadtgemeinde heuer Experten der BOKU mit an Bord.

 |  NOEN, NÖN

Das Tullner Aubad – ein natürliches Gewässer mit an sich ausgezeichneter Wasserqualität – wird nicht nur von Menschen geschätzt, auch Enten fühlen sich in dieser Naturoase ausgesprochen wohl. Diese bringen aber lästige Saugwurm-Larven mit sich, die wiederum beim Menschen ungefährlichen, jedoch lästigen Juckreiz auslösen können. Besonders akut war die Situation im vergangenen Sommer, als die Plagegeister überhand nahmen und die Gäste deshalb vielfach dem Badeparadies fernblieben.

Gegen Plagegeister gerüstet

Dem will die Stadtgemeinde Tulln heuer gewissenhaft vorbeugen. „Gemeinsam mit Experten der BOKU wurden zusätzliche Maßnahmen umgesetzt“, berichtet Johannes Sykora, Stadtrat für öffentliche Einrichtungen.

Diese sind:

  • Umwälzung des Sandes am Sandstrand und der Schotterbereiche kurz vor der Badesaison, um die Wirt-Schnecken zu zerstören,

  • Absperrung von stark bewachsenen Uferzonen,

  • Laufendes Mähen der Wasserpflanzen auf Schwimmtiefe,

  • Optimierung des Fischmanagements (gezieltes Abfischen vor der Badesaison).

Zusätzlich könnten die Badegäste selbst einiges dazu beitragen, dem Juckreiz zu entgehen. Die Stadtgemeinde empfiehlt über Stege ins Wasser zu gehen, sich nach dem Baden sorgfältig zu duschen und danach gut abzutrocknen. Außerdem wird das Wechseln der Badekleidung nahegelegt.

Um den Wirt der Zerkarien, die vielen Enten, nicht noch zahlreicher im Aubad werden zu lassen, bittet die Stadtgemeinde darum, die Vögel nicht auch noch zu füttern. Dies würde nämlich noch mehr Tiere anlocken.