Tulln

Erstellt am 17. Mai 2017, 05:18

von Doris Firmkranz

Hundehaltegesetz: Bessere Kontrolle, rigoroser strafen. Achtung Hundebesitzer! Verstöße gegen das Hundehaltegesetz könnten eine Anzeige zur Folge haben.

Vier große, freilaufende Hunde auf der Donaulände. Der Besitzer könnte angezeigt werden.  |  NOEN, Firmkranz

Sonntagnachmittag an der Donaulände. Radfahrer, Jogger und Familien mit Kindern nutzen die Annehmlichkeiten dieses Freizeitgeländes. Unter ihnen auch ein Mann mittleren Alters, der vier große Hunde mit sich führt. Diese sind weder angeleint noch tragen sie einen Maulkorb. Ausgelassen laufen sie abwechselnd vor, neben und hinter ihrem Herrl her.

Zugegeben – die Vierbeiner machten einen durchaus disziplinierten Eindruck. Doch wer garantiert, dass es nicht doch einmal zu einer unliebsamen Begegnung kommt? Wer ist verantwortlich, wer kontrolliert?

Die NÖN ist den Fragen nachgegangen und in ihrer Stellungnahme streicht die Stadtgemeinde Tulln hervor, dass „Im NÖ Hundehaltegesetz geregelt ist, wo Hunde mit Maulkorb und/oder Leine zu führen sind – u.a. im Ortsgebiet sowie in öffentlichen Parkanlagen.“ Für die Einhaltung bzw. Ahndung bei Nicht-Beachtung sei die Polizei zuständig und diese kann in solchen Fällen verständigt werden.

Rathaus: „Lassen jetzt verstärkt kontrollieren“

Bezirkspolizeikommandantin Sonja Fiegl tritt für eine friedliche Lösung ohne Polizeieinsatz ein: „Erwachsene Menschen sollten gemeinsam für ein konfliktfreies und rücksichtsvolles Miteinander sorgen.“ Sie appelliert an Hundebesitzer, sich an die Vorschriften zu halten und entsprechenden Aufforderungen von Bürgern oder Aufsichtsorganen nachzukommen und Hunde anzuleinen oder einen Maulkorb anzulegen.

Die Stadtgemeinde verweist auf die Mitarbeiter des Wachdienstes (ÖWD). Diese sind bei nicht vorschriftsmäßiger Entsorgung von Hundekot befugt zu strafen und leisten zudem Informationsarbeit. „Wir werden den ÖWD anweisen, im Bereich Hunde-Kontrolle noch aktiver und vor allem präsenter zu werden“, so ein Rathaussprecher.

„Sollten sich jedoch Hundehalter absolut nicht an das Gesetz halten wollen, unterstützen wir sehr gern. Wir gehen dann aber auch strikt mit Anzeigen vor“, warnt Sonja Fiegl.

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