Erstellt am 07. Januar 2016, 05:43

von Doris Firmkranz

Groß herausgefordert. Mit Nikolaus Firmkranz und Karoline Hogl fiebern zwei Tullner der Premiere der „Dreigroschenoper“ entgegen.

Nikolaus Firmkranz macht es sich in einer Probenpause im Zuschauerraum des Theaters an der Wien bequem.  |  NOEN, privat

"Am liebsten würde ich nur noch in solchen Produktionen mitmachen" Nikolaus Firmkranz, gebürtiger Tullner und Absolvent des Max Reinhard Seminares ist begeistert. Das Projekt „Dreigroschenoper“ (Musik Kurt Weill, Text Bertolt Brecht) ist der vorläufige Höhepunkt seiner bisherigen Karriere als Schauspieler.

Die Dimensionen des Theaters an der Wien, wo derzeit fieberhaft geprobt wird, bezeichnet er als „überwältigend“. „An die große Drehbühne musste ich mich erst gewöhnen“, erzählt Nikolaus, „mitunter dreht sich noch alles, wenn ich abends zu Bett gehe und die Augen schließe.“

In der Rolle des „ranghöchsten“ Halunken nach Mackie Messer steht er neben Stars wie Tobias Moretti, Florian Boesch, Angelika Kirchschlager und Anne Sofie von Otter auf der Bühne – und ist voll des Lobes über die Kollegialität unter den Darstellern. Am meisten beeindruckt ihn Anthony van Laast, Hollywood-erfahrener und vielfach ausgezeichneter Choreograph („Mama Mia“, „Excalibur“, „Harry Potter“ u.v.m.).

Proben verlangen Künstlern einiges ab

Die Proben verlaufen in einem äußerst angenehmen Klima, verlangen jedoch den Künstlern einiges ab. Nikolaus Firmkranz agiert als Schauspieler, Sänger und Tänzer.

Er ist dementsprechend gefordert, erntet dafür aber von allen Seiten Anerkennung. Karoline Hogl hat ihre Wurzeln ebenfalls in der Blumenstadt.

Die Kostüm- und Bühnenbildnerin assistiert Keith Warner, der seinerseits für die Inszenierung verantwortlich zeichnet. Die Dreigroschenoper hat am 13. Jänner Premiere und ist bis zur letzten Aufführung am 30. Jänner so gut wie ausverkauft. Am Sonntag, 24. Jänner, 20.15, bringt ORF III einen Mitschnitt.