Tulln

Erstellt am 13. Oktober 2016, 07:20

von Bernhard Steinböck und Thomas Peischl

Heilbutt, Rosen und ein präsidiales Pferd . Haigert und Vavra alias „Heilbutt und Rosen“ machten den Anfang – Stipsits und Rubey wurden von Van der Bellen bejubelt.

Im Stück „Schwarzgeldklinik“ wird von Theresia Haigert und Helmut Vavra in Dialog und Gesang eine Zwei-Klassen-Medizin angeprangert. Erich Schindlecker (l.) gefiel’s, wie auch dem Publikum.  |  NOEN, Steinböck

Den Anfang eines ereignisreichen Kabarett-Wochenendes im Danubium machten Helmut Vavra und Theresia Haiger alias Heilbutt & Rosen.

Sie zeigten in ihrem Programm „Schwarzgeldklinik“, dass der Arztbesuch für viele Menschen (vor allem männliche) keine einfache Sache ist. Und schon gar nicht die Gesundenuntersuchung. Dabei wurden neben einem gutartigen Tumor auch erschreckende Leberwerte diagnostiziert. Und so wird der Patient (Vavra) mit seinen Trinkgewohnheiten konfrontiert. „Ob es auch einmal drei Tage ohne Alkohol funktioniert?“ Gegenfrage: „Drei Tage am Stück oder im Jahr?“

Bereits zum dritten Mal gastierten Thomas Stipsits und Manuel Rubey mit „Gott & Söhne“ im Danubium. Auch diesmal war das Erfolgsprogramm der Publikumslieblinge ausverkauft. Das Pointenfeuerwerk, das aus der Frage „Was ist Glück?“ entsteht, und nebenbei die sieben Todsünden abarbeitet, wird bei jeder Aufführung aktualisiert. So nahm Stipsits als Taxifahrer Bezug auf die Affäre Königsberger: „I hab‘ sogar an C-Schein und i fahr‘ a net am Radweg.“

Prominenter Gast war Präsidentschaftskandidat Alexander Van der Bellen, der - man höre und staune - als Fiakerpferd ins Programm eingebaut wurde. Stipsits: „Das können wir noch unseren Enkerln erzählen, dass der Präsident uns einmal das Pferd gemacht hat.“