Erstellt am 18. November 2015, 05:03

von Gabi Gröbl und Helga Urbanitsch

Kinder brauchen Geborgenheit. Die NÖN bittet um Spenden für die Organisation „Pro Juventute“ und den Verein „Rettet

Leiterin des Jugendwohnheimes in Langenlebarn Monika Jakel vor dem fast fertigen Wohnbau, der demnächst bezogen werden kann.  |  NOEN, Urbanitsch

Seit 2007 wird das Haus als sozialpädagogische Wohngemeinschaft geführt. Die Gründe sind unterschiedlich, warum Kinder nicht in der eigenen Familie aufwachsen können, sei es durch schwere Konflikte in der Familie, körperliche oder psychische Erkrankung der Eltern oder emotionale Vernachlässigung. Pro Juventute will den Kindern ein stabiles und sicheres Zuhause geben sowie soziale Kompetenz und selbstständiges Handeln im Alltag näher bringen.

„Wir begleiten die Jugendlichen bis zur Volljährigkeit, stets mit Blick in die Zukunft“, so Monika Jakel, Leiterin des Pro Juventute-Wohnhauses. Besonders wichtig ist die Zusammenarbeit mit den Eltern. In Absprache mit der Kinder- und Jugendhilfe organisieren wir regelmäßige Besuche der Kinder bei ihren Eltern. „Es ist wichtig, funktionierende Bindungen zu den von uns betreuten Kindern und Jugendlichen aufzubauen“, erklärt die pädagogische Direktorin Andrea Mayer. Das Haus ist mittlerweile in die Jahre gekommen und muss dringend saniert werden. Zurzeit wird noch fleißig am Umbau gearbeitet: Eine Gebäudehälfte wird aufgestockt, um Raum für neue und größere Kinderzimmer zu schaffen, jedes Kind erhält ein Einzelzimmer. Die bestehenden Schlafzimmer im Erdgeschoß werden entsprechend adaptiert, um den neuesten Anforderungen der Jugendwohlfahrt zu entsprechen. Weiters entstehen im Erdgeschoß größere und hellere Gemeinschaftsräume, der Dachbereich wird thermisch saniert. Dort wird eine Sitz- und Fernsehecke für die Jugendlichen sowie ein Besprechungsraum und eine Wäschekammer.

Betreuung gibt es rund um die Uhr

Seit 1998 betreut die Kinderhilfsorganisation Pro Juventute Kinder und Jugendliche in Langenlebarn. Das Betreuungsteam in Langenlebarn setzt sich aus Frauen und Männern unterschiedlicher Ausbildung im psychosozialen Bereich zusammen und ist rund um die Uhr für die Kinder und Jugendlichen da.

Die Umbaumaßnahmen werden mit ca. 400.000 Euro veranschlagt. Diese Summe kann nur mithilfe von Spenden- und Sponsorengeldern finanziert werden.

Ein weiteres Projekt, bei dem Kinder behütet und sicher aufwachsen können ist der Verein „Rettet das Kind“. Österreichweit hat sich die Institution seit seinem Bestehen zu einer wichtigen sozialen Institution entwickelt, der niederösterreichische Verein zählt zu einer der größten Bundesländerorganisationen von „Rettet das Kind.“ An den 19 Standorten in Niederösterreich werden jährlich etwa 220 Kinder und Jugendliche sowie 175 Familien betreut.

Die Gründe für die Aufnahme beim Verein sind vielfältig. Familien, die mit ihrer Verantwortung nicht zurechtkommen und mit ihren Aufgaben überfordert sind. Das und viel mehr sind Gründe, die in Zusammenarbeit mit der Jugendwohlfahrt eine Aufnahme von jungen Menschen bei „Rettet das Kind“ rechtfertigen. Aus dem Chaos ins geordnete, gesicherte Leben, heißt es dann für die Kinder und Jugendlichen.

Renovierungen geplant

Der Aufwand, um ein geregeltes Leben zu erlernen, ist gespickt mit Alltäglichem, Ausbildung und Therapien. Untergebracht sind die jungen Erwachsenen in den familiären sozialpädagogischen Wohngruppen, in denen niederösterreichweit über 100 Jugendliche betreut werden. Einige Wohngruppen entsprechen mittlerweile nicht mehr den heutigen Standards.

Für das Jahr 2016 sind umfassende Renovierungsarbeiten in den einzelnen Wohn- und Sanitärräumen vorgesehen. So wie die Innenräume sollen auch die Außenanlagen attraktiv gestaltet werden. Der Bedarf an therapeutischen und pädagogischen Maßnahmen nimmt stetig zu. Es müssen neue Fahrzeuge angeschafft werden. „Spenden werden hier in Geborgenheit, Sicherheit und Zukunft umgewandelt“, so Geschäftsführerin Monika Franta.