Erstellt am 09. September 2015, 05:32

von Günter Rapp

Trinkwasser: "Keine Gefährdung". Überschreitung der Nitratgrenze im Trinkwasser im Toleranzbereich. Trotzdem Mineralwasser für Kindergarten.

 |  NOEN, Bilderbox.com/Erwin Wodicka

Leitungswasser ist für Kindergarten- und Schulkinder derzeit tabu. Wie jetzt verlautet, wird der Kindergarten der Wagram-Gemeinde mit stillem Mineralwasser versorgt. Der Grund: Die Grenzwerte der Nitrate im Trinkwasser sind nach wie vor fast erreicht.

Von Bürgermeister Wolfgang Benedikt kommt aber gleichzeitig Entwarnung. „Wir sehen die Mineralwasserzuwendungen an den Kindergarten als Entgegenkommen der Gemeinde. Unser Leitungswasser stellt keinesfalls eine Gefährdung für die Gesundheit unserer Kinder dar.“

Werte liegen hart an der Grenze

Überschreitungen der Nitratgrenzen im Trinkwasser der gemeindeeigenen Wasserversorgungsanlage hat es bisher bereits gegeben. Die Toleranzgrenze liegt bei 55 mg, erreicht wurden bisher 53 mg.

Kritik kommt in diesem Zusammenhang von FPÖ-Gemeinderat Markus Hofbauer. „Ab 2016 wird es diese Toleranzgrenzen offenbar nicht mehr geben“. Und Hofbauer weiter: „Die Probleme sind der Gemeindeführung längst hinlänglich bekannt, geschehen ist bisher außer reden aber nichts.“

Aufbereitungsanlage muss installiert werden

Laut Gutachten der Umweltanalytik GmbH vom 19. Juni 2015 liegt „der Nitratgehalt noch innerhalb der Beurteilungstoleranz“. Es heißt aber weiter: „Für eine weitere sichere Versorgung mit Trinkwasser müssen eine Aufbereitungsanlage oder eine alternative Wasserversorgung geplant werden.“

„Diese Planungen gibt es bereits“, sagt Bürgermeister Wolfgang Benedikt. Grundsätzlich haben sich der Kirchberger und auch der Königsbrunner Gemeinderat – der gemeinsame Wasserverband - grundsätzlich für eine möglichst rasche Modernisierung des Wasserwerks und die Errichtung einer Wasseraufbereitungsanlage im Brunnenfeld Neustift im Felde ausgesprochen.