Erstellt am 13. April 2016, 12:06

von Monika Gutscher

Königstetten: Kein Lärm-Ende in Sicht. Die Motorradsaison hat begonnen: Doch Königstettens Anrainer in der Neuwaldeggerstraße haben mit dieser zusätzlichen Lärmbelästigung wenig Freude.

 |  NOEN, ZvG

Mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen beginnt auch wieder die Saison für Motorradfahrer. Aufgrund der erhöhten Lärmbelästigung fühlen sich viele Anrainer der Exelbergstrecke - oft zu Recht - gestört und beeinträchtigt.

Auf Nachfrage zur Geschwindigkeits- und Lärmproblematik auf der Neuwaldeggerstraße sieht der stellvertretende Kommandant der Polizeiinspektion Königstetten, Bezirksinspektor Alexander Schubert, zur Zeit keinen akuten Handlungsbedarf: „Heuer gab es noch keinen Verkehrsunfall auf dieser Strecke, bei dem ein Motorradfahrer involviert war.“ Zum Problem des Lärms erklärt Schubert weiter: „Ein sogenannter Dezibel-Killer (auch Dezibel-Eater oder Dezibel-Absorber genannt) ist ein oft auswechselbares Bauteil eines Schalldämpfers. Seine Aufgabe besteht darin, die Lärmemission durch Erhöhung des Staudrucks unter den gesetzlichen Grenzwert zu drücken.“

Einher mit der Verminderung der Lärmemission geht zumeist auch eine (geringfügige) Verminderung der Motorleistung. Der Betrieb eines Sportschalldämpfers im Bereich der Straßenverkehrsordnung ohne eines solchen Dezibel-Killers ist untersagt und wird mit einer Geldstrafe geahndet.

„Einige Motorradfahrer nehmen diesen Lärmabsorber jedoch heraus und im Zuge einer allfälligen Verkehrskontrolle schrauben sie ihn wieder hinein,“ spricht Schubert das Problem mit der aktuellen Gesetzeslage an. „Es müsste das Gesetz zur Senkung des höchst zugelassenen Dezibelwertes geändert werden. In der jetzigen Form ist alles im gesetzlichen Rahmen.“

Die Gemeinde Königstetten hat sich der Geschwindigkeits- und Lärmproblematik bereits seit Längerem angenommen. Bürgermeister Roland Nagl hat eine Zusage der Bezirkshauptmannschaft Tulln erwirkt, dass der gegenständliche Bereich saisonal verstärkt überwacht werden soll.

Kontrollen verstärkt durchgeführt

Schubert bestätigt: „Die Geschwindigkeit wird regelmäßig überprüft und ein Mal pro Monat wird zusätzlich eine Lärmmessung durchgeführt.“ Die 50er Zone bis zur Dopplerhütte wird bleiben, eine Änderung des Straßenbelags hält Nagl nicht für sinnvoll.