Erstellt am 16. März 2016, 05:44

von Wolfgang Stritzl

Absdorf ist noch keine Mannschaft.

Kompromisslos in den Zweikämpfen. Hoch konzentriert. Bis in die Haarspitzen motiviert und sich gegenseitig mit positiver Aggressivität anfeuernd. Alles Tugenden, die nicht die gegen den Abstieg spielenden Absdorfer hatten, sondern Langenlebarn auszeichneten.

Die Gäste gingen als verdienter Derbysieger vom Platz. Sie waren ein kompaktes Team, eine Mannschaft. Absdorf mit seinen unbestreitbar guten Einzelspielern nicht. Das war der größte Unterschied an diesem Nachmittag.

Es hatte den Anschein, als wollte der SDL die Punkte mehr. Der SV Absdorf, der sie viel nötiger gehabt hätte, bäumte sich nicht so auf, wie man erwarten hätte müssen.

An Bernd Tragschitz lief das Spiel vorbei. Zu oft wurde mit hohen Bällen operiert. Die beiden Brasilianer hingen in der Luft und fielen am ehesten dadurch auf, dass sie – den Tormann ausgenommen – als einzige ihrer Mannschaft Handschuhe trugen. Sie haben zwar angedeutet, dass sie gute Fußballer sind, ihre Durchschlagskraft aber muss größer werden.

Die neue Absdorfer Mannschaft braucht Zeit. Zeit hat sie aber nicht. Schon am Samstag muss der Letzte beim Vorletzten Marchegg antreten. Verlieren ist absolut verboten, ein Sieg fast schon Pflicht. Absdorf wird sich steigern und jene Einstellung an den Tag legen müssen, wie sie im Derby Langenlebarn hatte.