Erstellt am 29. September 2015, 06:02

von Wolfgang Stritzl

Das Spiel des Jahres. Wolfgang Stritzl über das Derby Zeiselmauer gegen Wördern.

Wenn der Erste gegen den Zweiten spielt, ist das immer etwas Besonderes. Brisanz verspricht es auch, wenn zwei Nachbarvereine aufeinander treffen, deren Sportplätze nur vier Kilometer voneinander entfernt sind. Und wenn beides der Fall ist, kann man vom Spiel des Jahres sprechen. Am Sonntag prallen Zeiselmauer und St. Andrä-Wördern aufeinander. Die beste Verteidigung der Liga (Zeiselmauer), die erst fünf Gegentreffer zugelassen hat, muss dem besten Angriff standhalten. Wörderns Torfabrik hat in sieben Spielen 38 Tore geschossen.

Wördern hat das Ziel Aufstieg klar formuliert. Als Verein der hinter Tulln einwohner-stärksten Gemeinde hat man höhere Ansprüche als die 2. Klasse. Zeiselmauer wiederum hat aus der letzten Saison gelernt und ist – zumindest in der Außendarstellung – bescheiden geworden. Damals war der Titel fast ein Muss, ein Jahr später sprach Trainer Grüneis nach dem ersten Sieg von „drei Punkten gegen den Abstieg“, den es in einer 2. Klasse bekanntlich nicht gibt. Aber auch in der aktuellen Besetzung hat Zeiselmauer das Zeug zum Meistertitel.

Der etwas größere Druck liegt am Sonntag bei Wördern. Für Zeiselmauer wäre schon ein Unentschieden ein gutes Ergebnis. Denn in den fünf Runden bis zur Winterpause warten dann (fast) nur noch Gegner aus der unteren Tabellenhälfte.