Erstellt am 11. Mai 2016, 05:34

von Thomas Peischl

Ein Duo wie Hund und Katz‘. Thomas Peischl über das Ex-Polit-Paar Eisenschenk-Buchinger.

2010 zog Ludwig Buchinger mit seinen Tullnern ohne Parteibuch in den Gemeinderat ein. In der ersten Periode wuchs daraus eine Defacto-Koalition mit der TVP. Die SPÖ war damals noch auf Oppositionskurs unterwegs. Bürgermeister Peter Eisenschenk und Stadtrat Buchinger trugen zwar keine BFF (Best Friends Forever)-Leiberl, bildeten aber eine funktionierende Zweckgemeinschaft.

Bei der Wahl 2015 wächst TOP weiter, die schwarze Absolute ist nur mehr mit einem Mandat abgesichert. In der SPÖ setzt sich der „Wir wollen mitgestalten“-Flügel durch. Tulln hat wieder eine „große Koalition“. Eisenschenk und Buchinger spielen in wechselnden Rollen Hund und Katz‘. Einer beißt (oder lässt beißen) und der andere faucht und kratzt zurück, aktuell beim Thema Werbe-Wildwuchs im Stadtbild.

Das hängt natürlich nicht nur mit den Mandatsverschiebungen zusammen. Viele Kleinigkeiten (Grundstücksangelegenheiten, Messe-Finanzierungsdebatten, Personalia etc.) scheinen das Gesprächsklima zwischen dem Ex-Regierungs-Duo nachhaltig vergiftet zu haben.