Erstellt am 06. April 2016, 05:44

von Wolfgang Stritzl

Erinnerungen an HLA-Zeiten.

Das, was den Zuschauern am Samstag in der Sporthalle geboten wurde, hatte wieder etwas mit anständigem Männer-Handball zu tun. Es war nicht irgendein Gegner, mit dem es Tulln zu tun bekam. 

Korneuburg ist überlegener Tabellenführer und tanzt sehr erfolgreich auch noch auf einer zweiten Hochzeit, der Regionalliga. Dort landete Graz, im Cup sensationeller Bregenz-Bezwinger, auf der Abschussliste. Das dramatische Auswärtsspiel ging nur um ein Tor verloren, weshalb der Aufstieg in die 2. Liga knapp verfehlt wurde.

Korneuburg hat viel Qualität. Und trotzdem hielt Tulln das Spiel bis kurz vor Schluss spannend. Die Aufstellung erinnerte an glorreiche HLA-Zeiten: Mit den beiden Heimkehrern Schmölz und Vizvary sowie Pferschinger, Schneider und Großschmidt hatte man fünf Mann, die zum Stamm gehörten, als Tulln noch im Konzert der Großen mitspielte. Fischer – er wäre der Sechste – ist verletzt, Negrin, der Siebente, in Australien. Auch Matijevic, Thannhäuser und Sommer haben schon HLA-Luft geschnuppert. Wenn jetzt auch noch Vizvary oder Bozso ihre Karriere in Tulln ausklingen lassen würden, wäre Tulln in der Landesliga nicht mehr zu stoppen. Nicht einmal von Korneuburg.