Erstellt am 22. September 2015, 05:17

von Thomas Peischl

Es werden keine IS-Bootcamps. Thomas Peischl über den „Verkauf“ der Flüchtlingscontainer.

Ab 20. Oktober werden Tulln 100 Flüchtlinge zugeteilt. Jetzt steht auch fest, dass sie nicht in einem einzigen großen Containerdorf in Rosenheimnähe, sondern auf fünf Standorte verteilt untergebracht werden.

Das ist einerseits gut, weil viele Probleme, die möglich wären, wenn zu viele Menschen an einem Ort zusammenkommen, gar nicht erst entstehen. Das ist andererseits unpraktisch, weil die notwendige Betreuung dadurch komplizierter wird. Aber Tulln hat schon beim Transitlager in der Feuerwehrschule und am Messegelände gezeigt, dass es großes Potenzial an freiwilligen Helfern hat. Hinter „Tulln hilft“ stehen nicht nur virtuelle Facebook-Likes, sondern „echte Menschen“, die ganz real mithelfen wollen.

Nachvollziehbar ist, dass die Anrainer der fünf Standorte nicht nur in helle Begeisterung ausbrechen. Die große Herausforderung für die Stadtpolitik in den nächsten Wochen ist es, viele Ängste zu nehmen.

Entscheidend ist: Hier geht es um jeweils höchstens 20 Menschen, die für jede Hilfe dankbar sind und nicht um die Errichtung von IS-Bootcamps.