Erstellt am 14. Juni 2017, 05:08

von Thomas Peischl

Florianiprinzip in der Praxis. Thomas Peischl über eine geplante Aushubdeponie in Hadersfeld.

An dieser Stelle war schon einmal zu lesen, dass im Bezirk seit 2017 mit Klosterneuburg und Tulln zwei Welten aufeinanderprallen. Bis jetzt ging das eher ruhig und unaufgeregt vor sich. Eine in Hadersfeld, also im Grenzgebiet zwischen St. Andrä-Wördern und Klosterneuburg, geplante Erdaushubdeponie ändert das gerade.

Die Zufahrt soll nämlich von Maria Gugging aus durch den Wald erfolgen. Bürgermeister Titz in St. Andrä-Wördern zeigt sich erleichtert, dass seine Bürger nicht so stark von Lärm und Abgasen belästigt werden. Sein Klosterneuburger Amtskollege Schmuckenschlager ist naturgemäß weniger begeistert. Tausende Fuhren über Jahre verteilt werden zwar nicht dafür sorgen, dass man den Wald vor lauter Lkw nicht mehr sieht, aber mit der Idylle ist es vorbei.

Sehr frei nach dem Florianiprinzip: „Lieber Deponiebetreiber, verschone meine Bürger, lass‘ deine Lkw durch die Nachbargemeinde fahren.“

Nachvollziehbares beträchtliches wirtschaftliches Interesse im Spannungsfeld zwischen zwei Gemeinden — das kann noch interessant werden.