Erstellt am 04. Mai 2016, 05:34

von Wolfgang Stritzl

Jetzt wird es sehr schwer.

Noch vor kurzem war der FC Tulln das Maß aller Dinge. Der FCT schaffte in seiner spielfreien Runde sogar das Kunststück, den Vorsprung zu vergrößern, ohne selbst gespielt zu haben. Nach der Pause folgte ein 6:0-Kantersieg gegen Laa – der höchste Saisonsieg, der achte volle Erfolg in Serie.

In den nächsten drei Partien holte der FCT nur einen von neun möglichen Punkten. Tulln hat gegen Prottes aber nicht nur drei Zähler verloren, sondern mit Andrej Hesek auch seinen wertvollsten Spieler. Er ist das Um und Auf des FCT. Sein Ausfall wiegt schwerer als die Niederlage. Ohne Hesek, der in 21 Spielen 21 Tore geschossen hat, wird es nicht leicht, aus der Krise zu finden.

Seit Freitag kann Tulln nicht mehr aus eigener Kraft Meister werden. Zumindest bis Donnerstag nicht, wenn mit Enzersfeld und Lassee die zwei Führenden aufeinander treffen. Endet das Spitzenspiel Remis und feiert Tulln zeitgleich beim Vorletzten den Pflichtsieg, haben es die Rosenstädter wieder selbst in der Hand.

Das Leben ist aber kein Wunschkonzert. Das haben am Freitag der FC Tulln und vor allem Andrej Hesek erfahren müssen. Hoffentlich kehrt der Slowake schnell auf den Fußballplatz zurück. Denn er ist nicht nur für den FC Tulln, sondern den ganzen Bezirk eine Bereicherung.

w.stritzl@noen.at