Erstellt am 02. März 2016, 05:54

von Wolfgang Stritzl

Keine Rote, dafür Abbruch.

Ein unschönes Ende hatte ein Vorbereitungsspiel in Sieghartskirchen. Der Schiedsrichter brach die Partie 20 Minuten vor dem eigentlichen Ende ab. Offiziell ist der Abbruch im Online-System nicht als solcher vermerkt. Offiziell hat es auch keine rote Karte gegeben.

Der Schiri wollte das Vorbereitungsspiel ohne Ausschluss über die Bühne bringen. Um die erhitzten Gemüter abzukühlen, mussten sich vor der Pause ein Sieghartskirchner und ein Langenlebarner kurzzeitig austauschen lassen. Eine solch amikale Herangehensweise ist in Freundschaftspartien auch absolut zu begrüßen. Aber wahrscheinlich genau deshalb ist dem Referee das Spiel entglitten. In der zweiten Hälfte verwies er den nach einem Elferpfiff protestierenden Spielertrainer Amir Bradaric des Feldes – wieder ohne Rot zu zeigen.

Nicht nur dem Schiri ist ein Vorwurf zu machen. In einem Freundschaftsspiel geht es um nichts. Bradaric hätte sich mehr im Griff haben müssen. Das weiß er auch selbst: „Ich entschuldige mich dafür.“ Eigentlich hätte Bradaric froh sein müssen, dass der Schiri nur einen inoffiziellen Ausschluss aussprach und nicht Rot zeigte – denn das hätte eine Sperre in der Meisterschaft bedeutet.

Der (inoffizielle) Abbruch könnte trotzdem ein Nachspiel haben. Für Bradaric und vielleicht auch den Schiedsrichter.