Erstellt am 19. Oktober 2016, 04:00

von Wolfgang Stritzl

Jetzt sollte Kontinuität her. Wolfgang Stritzl über das Eigenbauspieler-Problem in Atzenbrugg.

Am Sonntag steigt das zweitstärkste Derby, das der Bezirk zu bieten hat: Das 2.-Landesliga-Duell Atzenbrugg-H. gegen Sieghartskirchen. An Brisanz ist es kaum zu überbieten. Der SVS steht nach sieben Niederlagen in Folge mit dem Rücken zur Wand und muss unbedingt punkten. Auch für Atzenbrugg ist Verlieren verboten.

Das letzte Mal haben die beiden Rivalen vor zweieinhalb Jahren in der Gebietsliga die Klingen gekreuzt. In zweieinhalb Jahren kann viel passieren. Beide Vereine sind in dieser Zeit aufgestiegen – unter demselben Meistertrainer: Amir Bradaric. Bei beiden Vereinen sind viele Spieler gekommen und gegangen - insbesondere in Atzenbrugg.

Nur ein einziger (!) vom aktuellen Kader (Andreas Zischkin) war auch am 15. März 2014 dabei, als das letzte Derby gegen den SVS mit 4:1 gewonnen wurde. Alle 15 anderen, die beim 2:1-Sieg in Melk am Blankett standen, sind erst später verpflichtet worden.

Dass der USV überhaupt die Eigenbauspieler-Regel erfüllen kann, verdankt er der Jugend von Urbanovsky, Slezak, Stickler und Keiblinger. Nur vier der notwendigen acht Eigenbauspieler sind tatsächlich zumindest zwei Jahre beim USV. Es wäre an der Zeit für Kontinuität. Wenn nur die Hälfte der Spieler bleibt, dann hat der Verein in zweieinhalb Jahren keine Probleme mehr, die EB-Regel zu erfüllen.