Erstellt am 15. September 2015, 05:02

von Thomas Peischl

Viel Lärm um ein paar Tschick. Thomas Peischl über die Flüchtlingsbetreuung in Tulln.

Andreas Bors ist berechtigterweise die Nachwuchshoffnung der FPÖ im Bezirk Tulln. Das Generieren von Aufmerksamkeit in einer für seine Partei besonders wichtigen Gratistageszeitung beherrscht er mit dem kleinen Finger der gut trainierten rechten Hand.

Sein jüngster Coup: Ein Rotkreuz-Mitarbeiter soll in einer Tullner Tankstelle Zigaretten für Flüchtlinge gekauft haben. A Wahnsinn! Des gibt‘s ja net!

Jeder brave Österreicher muss sich seinen Lungenkrebs mühsam selbst ersparen und die verschenken einen? Es wäre zynisch zu behaupten, dass das der FPÖ ja nur recht sein müsste, also lassen wir das lieber.

Bleiben wir bei den Fakten: Spendengeld kann nicht dazu verwendet worden sein. Das muss penibel abgerechnet werden. Und selbst wenn es so wäre. Wir leben (noch) in einem freien Land — wer rauchen will, soll rauchen. Und wenn eine meiner Geldspenden dazu verwendet worden wäre, einem Menschen, der sich mitten auf einer Flucht in eine ungewisse Zukunft befindet, ein paar Züge zum Durchatmen zu schenken — mir wär‘s wurscht.