Erstellt am 29. Juni 2016, 05:00

von Thomas Peischl

Voodoo für die Gehörgänge. Thomas Peischl über einen vielversprechenden Tullner Künstler.

Geschätzte Leser, machen Sie mit mir einen Ausflug in die zeitgenössische österreichische Popmusik. Da lässt derzeit ein gewisser Voodoo Jürgens mit Wiener Schmäh und Gespür für Ohrwurmmelodien aufhorchen.

Und da ist es mehr als nur eine Erwähnung wert, dass der junge Mann nicht nur in Tulln aufgewachsen ist, sondern auch heute noch in „unserer“ Stadt probt. Musik-Geschmack ist subjektiv, aber hören Sie sich unbedingt einmal an, was Voodoo Jürgens (mit diesem Namen steht er hinter seiner Musik, sein echter tue nichts zur Sache) singt und spielt.

Sein aktueller FM4-Hit heißt zwar „Heite grob ma Tote aus“, aber lassen Sie sich von dem morbiden Titel nicht abschrecken. Das ist eine Wohlfühlnummer, gute Voodoo-Magie für die Gehörgänge. Alleine die Zeilen „Heite taunz ma mit die greßten Feind‘, heit‘ schenk‘ ma eana reinen Wein“ sind eine wunderbare Anregung für den Alltag.

Das ist illusorisch, träumerisch, weltfremd? Na und? In der Kunst ist das erlaubt und wenn es ein paar Menschen berührt, ist die Welt wieder ein Stückerl besser geworden.