Erstellt am 25. Mai 2016, 11:09

von Thomas Peischl

Mit Gruselmix zum Bezirkssieg. Thomas Peischl über die Stichwahl im Bezirk Tulln.

Diese Bundespräsidentenwahl hat kaum jemanden kalt gelassen. Im Bezirk war sogar eine Akademikerin so weit gegangen, FPÖ-Plakate zu beschmieren, weil sie meinte, deren Kandidaten unbedingt verhindern zu müssen. Ob das den Blauen wirklich so ungelegen kam?

Immerhin begeben sie sich nicht ungern in die Opferrolle: Wir, die immer ausgegrenzt werden (obwohl Zäune und Grenzen natürlich schon auch sehr wichtig sind!). Wir, die immer aufpassen müssen, dass es keinen Wahlbetrug gibt. Wir, auf die immer mit der Nazikeule hingedroschen wird, obwohl wir ja gar nicht so sind (und überhaupt ist das doch 71 Jahre her, lassen wir Vergangenes doch endlich ruhen) … Mit einer Mischung aus Protest gegen das Polit-Establishment, dem Spiel mit vielfältigen Ängsten (Flüchtlinge, Wohlstandsverlust, etc.), Konzepten, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen (ein starker Präsident, der der Bundesregierung notfalls zeigt, wo der Hammer hängt) und dem genannten Mitleidseffekt reichte es im Bezirk für den Sieg.

Herr Van der Bellen, Herr Kern, es gibt viel zu tun!t.peischl@noen.at