Erstellt am 20. Januar 2016, 06:23

von Wolfgang Stritzl

Nicht im Sinne des Erfinders. Wolfgang Stritzl über Unklarheiten in den Bestimmungen.

Nicht immer sind die Einsatzbestimmungen des NÖFV eindeutig, zumindest nicht jedem Fußball-Funktionär. Tulln beispielsweise erhielt zuletzt widersprüchliche Auskunft. In den Richtlinien heißt es: Am Spielbericht müssen mindestens acht Mann mit EB-Status stehen. Und die Anzahl der Nichtverbandsspieler darf zwei nicht übersteigen. Das konkrete Fallbeispiel: Andrej Hesek ist (mit mehr als zwei Jahren beim selben Verein) Eigenbau-, aber (da noch nicht fünf Jahre in Österreich) kein Verbandsspieler. Die Frage, die der FCT jetzt stellte: Darf Tulln einen dritten Nicht-Verbandsspieler nominieren, da Hesek Eigenbauspieler ist? Die Antwort: Ja! Denn der EB-Status ist das höchste Gut, den ein Amateurfußballer in NÖ erwerben kann.

Ein (erwachsener) Österreicher, der neu angemeldet wird, ist übrigens nicht automatisch „Verbandsspieler“, sondern erst nach fünf Jahren. Dies stößt Würmla sauer auf. Der SVW hätte Spieler mit ausländischen Wurzeln, aber österreichischer Staatsbürgerschaft an der Angel. Martin Harnik heißen sie freilich nicht. Aber nicht einmal der österreichische Teamspieler wäre „Verbandsspieler“, wenn er seine Karriere bei einem niederösterreichischen Fußball-Verein ausklingen lassen wollte.

Heißt im Klartext: Tulln könnte in der Theorie mit elf „Heseks“ einlaufen, aber nur mit zwei „Harniks“. Das kann nicht im Sinne des Erfinders sein!