Erstellt am 27. April 2016, 05:34

von Thomas Peischl

Rückbesinnung statt Köpferollen. Thomas Peischl über die Bundespräsidentenwahl im Bezirk Tulln.

Am Ergebnis der Bundespräsidentenwahl im Bezirk gibt es nicht viel zu rütteln oder klein zu reden: Ein klarer Sieg für Norbert Hofer in allen 21 Gemeinden. Den zweiten Platz holte Alexander Van der Bellen, vor allem dank starker Ergebnisse in Zeiselmauer-Wolfpassing, St. Andrä-Wördern und Tulln. Knapp dahinter schnitt auch Irmgard Griss vergleichsweise stark ab. Im tief-schwarzen Bezirk holte Andreas Khol Platz vier. Rudolf Hundstorfer blieb unterm Strich knapp zweistellig. Ach ja: Ferner lief auch noch Richard Lugner.

So weit, so nah am Bundesergebnis, so wenig überraschend. Wirklich interessant ist die (auf Bezirksebene nicht akkordierte) Rücktrittsaufforderung der kleinen SPÖ Großweikersdorf an den (räusper) „großen“ Bundeskanzler Werner Faymann. Siegen sei mit ihm an der Spitze nicht möglich. Aber geht es wirklich nur um Köpfe? SPÖ und ÖVP überboten einander in letzter Zeit darin, die FPÖ nachzuahmen - mit mäßigem Erfolg. Dabei sind die eigenen Wurzeln (sozial und demokratisch hier, christlich und sozial dort) leider kaum noch zu erkennen.