Erstellt am 08. Juni 2016, 05:30

von Thomas Peischl

Sie möchten nicht sterben. Thomas Peischl über Flüchtlingshilfe in Michelhausen.

Keine Frage: Österreich kann nicht das ganze Leid von Syrien, Afghanistan und anderen Kriegsgebieten aufnehmen und verarbeiten. Aber ein bisserl was (und vielleicht noch ein bisserl mehr) geht schon und wie das geht demonstrieren Theres Friewald und ihre Helfer vom Netzwerk Michelhausen immer wieder aufs Neue.

Ein „Bunter Nachmittag“ zeigte erste Ergebnisse des Engagements auf beiden Seiten. Nach wenigen Monaten können sich viele der jungen Männer bereits sehr gut auf Deutsch ausdrücken.

In ein paar Jahren sprechen sie vermutlich schöner und korrekter als so mancher scharfe Kritiker (die oft selbst nicht sinnerfassend lesen können, aber Schuld sind immer die anderen; auch tragisch, aber eine andere Geschichte).

Bilder und Erzählungen boten dazu erschütternde Einblicke in die persönlichen (Leidens-)Geschichten und Heimatgebiete der Geflüchteten. Wenn Amin Safdri das farsische Gedicht „Ich möchte nicht sterben“ vorträgt, dann hat das handfeste Hintergründe — und wer möchte es ihm verdenken?